Italien – Tag 111

Stadt Rom (0km)

Heute wurden wir von einem Taxi abgeholt und zu den Katakomben San Calixtus gefahren. Die Entstehung der Katakomben hängt mit der Begräbniskultur zusammen. Die ersten christlichen Gemeinden in Rom hielten an der Körperbestattung fest, weil sie das Grab als Stätte der zukünftigen Auferstehung sahen.

Die unterirdisch angelegten Begräbnisstätten wurden auf mehreren Etagen übereinander angelegt und mit Gängen versehen. Die besichtigte Katakombe an der via Appia beherbergte ca. 250’000 Gräber.

Nach dieser doch etwas schwereren Kost, wurden wir zur Sommerresidenz des Papstes, nach Castel Gandolfo chauffiert. Da Papst Franziskus diese nicht benützen will, wurde sie für Besucher geöffnet. Gemäss unserem Guide und Exgardist Marco (rom-events.ch) hat es das vorher noch nicht gegeben und wird sich auch wieder ändern, sobald ein neuer Papst diesen Ort wieder beanspruchen möchte.

Im 1. Stock wurde eine Ausstellung eingerichtet, welche die Geschichte der Kirche und den wichtigsten Päpsten erzählte. Im zweiten Stock sah man Büros und Empfangsräume der Päpste.

Mittagszeit = Essenszeit…Eine Tafel wie im Schlaraffenland…

Letzter Tagespunkt war der Besuch der Ortschaft Frascati. Da die Kirche geschlossen war, gönnten wir uns ein kleines Dessert in Form von Gelati.

Gegen siebzehn Uhr waren wir wieder im Hotel…diesmal nicht so müde wie die beiden letzten Tage…

Italien – Tag 110

Stadt Rom (0km)

Der heutige Starttermin liess schon einiges erahnen…08.15 Uhr war Abmarsch….nichts mit Ferien, Ausschlafen und gemütlich zmörgelen…Aber alle schafften den Termin, obwohl mehr als die Hälfte der Teilnehmer eher eine durchzogene Nacht hatten.

Die erste Sehenswürdigkeit waren die vatkikanischen Gärten. Auf dem Weg zum Eingang passierten wir eine Warteschlange von ca. 200m. Doch mit Marco, läufst du lächelnd an diesen Personen vorbei und denkst dir, ob die am heutigen Tag noch eingelassen werden. Kurzes warten und schon wurden wir von der deutschsprachigen Begleitung empfangen. Erwähnenswert ist, dass wir die Tour zu Fuss und nicht in einem Touristenbus absolviert haben…so konnten wir fotografieren und anhalten wo wir wollten. Diese Führung wird eher wenigen Personen gestattet, aber Marco hat es für uns organisiert.

Neben schön gepflegten Gärten, gab es auch schöne Fotos vom Petersdom und wir sahen die Jubiläumsglocke der Firma Marinelli. Die Geschichte dazu erfuhren wir vor einigen Wochen beim Besuch eben dieser Glockengiesserei.

Nach den Gärten ging es zur Sixtinischen Kapelle, dem Ort wo jeweils der neue Papst gewählt wird. Diese stammt aus dem 13. Jahrhundert und die Deckengemälde wurden von Michelangelo gemalt. Der Tourist darf gucken, aber nicht fotografieren.

Nach der Sixtinischen Kapelle schauten wir uns die grösste Kirche der Welt und das Herzstück der Vatikanstadt an…den Petersdom.

Nach der Mittagspause ging die Reise mit dem Taxi zum Kolosseum. Unsere deutschsprachige Begleitung unter all den Touristen zu treffen, gestaltete sich etwas aufwändiger, weil der Treffpunkt nicht ganz klar definiert wurde…Man bedenke, dass pro Tag rund 30’000 Touristen all diese Sehenswürdigkeiten besuchen. Schlussendlich haben wir die Dame gefunden und machten uns auf die Runde.

Vom Kolosseum weiter zum Forum Romanum (römischer Marktplatz). Das Forum Romanum war der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens. Die archäologischen Funde gehen jedoch zurück bis ins 8. Jahrhundert vor Christus.

Um halb sieben abends war dann Schluss mit besichtigen. Unser Tagessoll an Schritten war mit 22’000 auch gut erfüllt und alle lechzten nach einem kühlen Bier.

Italien – Tag 109

Stadt Rom (0km)

Gut ausgeruht und nach einem ausgiebigen Frühstück standen wir, wie von Marco befohlen um 09.30 aufgereiht wie Orgelpfeiffen, in der Lobby.

Auf zur Stadtführung…Laura unsere Führerin erwartete uns um 10 Uhr am Castel San’t Angelo. Marco deutete schon im Vorfeld an, dass es heute etwas länger dauern würde.

Von Castel San’t Angelo ging es via Piazza Navona zu den drei Brunnen. Der interessanteste war der Fontana dei Fiumi – Vierströmebrunnen. Der Brunnen, geschaffen von Bernini symbolisiert mit 4 Figuren den Ganges (Asien), Nil (Afrika), Rio de la Plata (Amerika) und die Donau (Europa).

Nächste Station…das Pantheon, ein Heiligtum das allen Göttern Roms geweiht wurde. Der Durchmesser des Gebäudes beträgt 43.5m und die Öffnung an der Kuppel misst knappe 9m.

Weiter ging der Marsch durchs Judenviertel. Hier waren die sogenannten Stolpersteine markant. Es handelt sich hier um am Boden angebrachte Messinginschriften, welche den Menschen die aus dem betreffenden Haus deportiert wurden, gewidmet ist.

Der nächste Haltepunkt war das Monumento Vittorio Emanuele II. Von der Grösse nicht zu übersehen ist dieses Monument dem ersten König von Italien gewidmet.

Ein absoluter Publikumsmagnet war der Trevibrunnen…und nein, wir haben keine Münze geworfen…

Zu guter Letzt zeigte uns Laura noch die spanische Treppe, welche eigentlich Scalinata di Trinita dei Monti heisst. Auch hier hatte es ein paar Touristen….

Um 16 Uhr war die Stadtführung zu Ende…auch wir waren ziemlich am Ende. Trotz der Wärme hat Laura immer dafür gesorgt, dass wir ihren Ausführungen an einem Schatteplatz folgen durften. Marco seinerseits hat für genügend Flüssigkeits-Nachschub gesorgt.

Kurze Dusche und nochmals ein kleiner Spaziergang fürs Nachtessen… So kamen an diesem Tag rund 20’000 Schritte zusammen.

Jetzt ist aber Schluss für heute, denn morgen gehts um 08.15 Uhr wieder los.

Italien – Tag 108

Pitigliano – Roma (191km)

Heute hiess es Abschied nehmen von einem wirklich schönen Agriturismo. Doch die Vorfreude auf das Familientreffen linderte den Schmerz ein bisschen.

Auf dem Weg nach Rom passierten wir Civita Bagnoregio. Spektakuläre Fotos im Internet über diesen Ort erweckten unser Interesse. Doch die Wahrheit sah ein bisschen anders aus. Wie dem auch sei, wir hatten ein anderes Ziel…

Zeitig waren wir in Rom und warteten auf den Rest der Familie und unseren Rom-Tourguide Marco. Zusammen werden wir die nächsten Tage Rom näher kennenlernen.

Vorab schon mal ein paar Bilder vom Vatikan.


Italien – Tag 107

Pitigliano – Saturnia – Pitigliano (80km)

Kleine aber feine Orte in der Toskana, so könnte man die Tour von heute beschreiben.

Pitigliano, ist auf einen ca. 300m hoch gelegenen Tuffsteinfelsen gebaut und ist umgeben von tiefen Schluchten.

Die anschliessende Fahrt führte uns nach Sorano. Genau wie Pitigliano auf Tuffsteinfelsen gebaut und von Schluchten umgeben.

Letzte Station des Tages waren die warmen Quellen von Saturnia. Die Therme Saturnia ist eine der ältesten Thermen der Toskana und geht auf die Römerzeit zurück. Der Schwefelgeruch in der Luft deutete die Thermalquellen schon einige hundert Meter vorher an.

Selbstredend haben auch wir ein Bad genommen und sind recht schwefelhaltig wieder ins Agriturismo zurückgekehrt 😷😷😷.

Auf dem Rückweg noch an Manciano vorbeigerauscht


Italien – Tag 106

Bologna – Pitigliano (302km)

Südwärts Richtung Rom…in etwa so kann man die heutige Etappe kurz beschreiben. Die Stadt Rom ist Ziel unseres Familienausfluges, welcher am Samstag beginnt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit…Doch zuvor müssen wir noch einige Kilometer hinter uns bringen.

Heute durchquerten wir die Toskana von Norden nach Süden. Leider blieb nicht genügend Zeit um die typischen Toskana-Bilder aufzunehmen. Dies wird auf dem Rückweg erledigt. Trotz allem gab es ein paar Bilder.

Unser Agriturismo-Wahl war wieder ein Volltreffer. Herzlicher, fast familiärer Empfang, ein grosszügiges Zimmer und ein Pool, welcher wirklich Abkühlung verschaffte…brrrrrrr

Das Essen und der Wein alles vom Bauernhof…einfach ein Gedicht…mehr geht einfach nicht.


Italien – Tag 104

Bologna City (0km)

Der heutige Tag war ein perfekter Touristentag mit einem jämmerlichen Ende für mich…aber der Reihe nach.

Vom Hotel gings mit dem Bus in rund 20 Minuten in das Stadtzentrum. Unsere erste Aktivität, war ein geführter Stadtrundgang. Wieder einmal bestätigte sich, dass die Art von Stadtbesichtigung sehr informativ und interessant ist.

Nach guten 2 Stunden war die Führung beendet und wir erkundeten die Strassen und Viertel auf eigene Faust.

Auffallend waren 2 Türme im Stadtzentrum. Der eine etwas höher, der andere dafür schiefer. Im 12. und 13. Jahrhundert baute jede wohlhabende Familie zu ihrer Residenz einen Turm. Dieser diente zur Verteidigung des Hab und Gutes. Genau wie heute, ging es auch damals ums Prestige. Je höher der Turm desto wohlhabender die Familie. Doch Augen auf beim Baugrund. Der kleinere und schiefe Turm war genau so hoch wie der andere, aber ein Absacken des Fundamentes brachte ihn in Schieflage und der obere Teil brach weg.

Man nimmt an, dass in dieser Zeit über hundert Türme in der Stadt errichtet wurden. Heute sind noch etwa 20 dieser Relikte erhalten.

Eine weitere Eigenheit von Bologna sind die Arkaden. Diese haben eine Gesamtlänge von etwa 40km. Die Wohnungsnot führte dazu, dass die Häuser ab dem ersten Stockwerk verbreitert wurden. Später erkannte man die Vorteile von Arkaden im Sommer und bei Regen. Kurzerhand wurde bei jedem Neubau eine Arkade Pflicht. Diese mussten eine Höhe von mindestens 2.60m haben, damit ein Pferd mit Reiter durchlaufen konnte.

Ein weiteres Highlight war das Teatro Anatomico, welches 1637 errichtet wurde und in der Mitte einen Seziertisch aufweist. Den Studenten sollte so die Grundlage der Anatomie in Schauobduktionen näher gebracht werden. Das Studium war vorallem reichen Familien vorenthalten. Damit man auch sehen konnte wer wohlhabend war, wurden die Familienwappen im Gebäude angebracht.

Das Nachtessen bestand aus handgemachter Pasta in einem der unzähligen Restaurants im Stadtzentrum.

Für den Retourweg nahmen wir wieder den Bus, welcher ziemlich voll war…und da passierte das Unfassbare. Ein jüngerer Herr stand auf und offerierte mir den Platz. Der Tiefpunkt in meinem Leben😖😖 GRMPFL

Italien – Tag 105

Bologna City (0km)

Erster Sightseeing Punkt war die Kirche Santuario della Madonna di San Luca, welche sich etwas ausserhalb von Bologna auf einem Hügel befindet. Speziell ist, dass von der Stadt ein durchgehender Arkadengang bis zur Kirche errichtet wurde, welcher fast 4km lang ist.

Ich bin ja kein Heiliger, jedoch faszinieren mich die mondänen Kirchen mit ihrer Grösse, Kunst und Prunk.

Eine ganz kuriose Geschichte steckt hinter der Kirche San Petronio. Der Bau der Kirche wurde 1390 in Auftrag gegeben. 1514 wollte man sie mit zweit Seitenschiffen erweitern, so dass sie grösser geworden wäre als der alte Petersdom in Rom. Dies missfiel aber dem Papst und er befahl, die Gebäude links und rechts der Kirche zu erweitern, so dass für den Weiterbau der Kirche keinen Platz mehr zur Verfügung stand. So viel zum Motto „tue Gutes und spreche darüber“. Geldmangel führte dazu, dass die Kirche bis heute noch nicht fertig ist und aus obgenannten Gründen auch nie wird. Heute sind noch die Spuren des angefangenen Baus zu erkennen.

Ebenfalls erwähnenswert ist das dichte Netz von Wasserkanälen und Schleusen, welche im Mittelalter Seidenwebereien und Mühlen bedienten und als Handelswege dienten. Heute sind die Kanäle zugemauert und überbaut. Nur noch drei Kanäle sind aktuell sichtbar.

In der Stadt gibt es auch ein Hotel für 2 Personen. Dies befindet sich in einem Turm…Privatsphäre 100% gesichert.

Ebenfalls in Bologna zu sehen, die älteste Buchhandlung in Familienbesitz. Seit 198 Jahren werden an diesem Ort Bücher verkauft.

Am Ende des Tages wollten wir es noch einmal wissen. Wir besteigen den Torre Asinelli. Nach 498 Treppenstufen…Keuch 🥵🥵🥵 genossen wir die Aussicht auf die Stadt.

Nachfolgend noch einige Eindrücke von der Stadt.

Italien – Tag 103

Milano – Bologna (254km)

Gut ausgeruht und fit nahmen wir die heutige Etappe durch die Poebene unter die Räder. Da wir schon einige Male durch diese Gegend gefahren sind, wussten wir, dass es nicht sehr viel zum Sehen gibt. Auch fahrerisch gab es keine Höhepunkte…alles mehr oder weniger geradeaus.

Die einzigen Aufreger waren die Fahrten aus Mailand heraus und ins Zentrum von Bologna. In beiden Fällen musste der Zen-Fahrstil angewendet werden 😖.


Italien – Tag 102

Milano (0km)

Der heutige Tag stand ganz und gar unter dem Motto „Sightseeing“. Mit dem Bus ging es ins Zentrum. Für eine schnelle Übersicht der Stadt benuzten wir den Hop on Hop off Bus.

Drei Stationen waren wir beim Dom, den wir uns zuerst anschauen wollten. Geduld beim Ticketkauf war angesagt, da offenbar nicht alle Touristen in Monza am Formel 1 Rennen waren.

Wie schon öfters auf unserer Reise, staunten wir über die Baukünste vor dreihundert und mehr Jahren. Ich bin überzeugt, dass solche Bauten heute nicht mehr erstellt werden könnten.

Nach diesen monumentalen Eindrücken mussten wir erst einmal etwas trinken…natürlich mit Sicht auf den Dom. Wie schon hundert mal, bestellten wir ein Aqua Tonica und ein Birra grande…kurz gesagt, auch hier wurden die Grenzen verschoben, bei der Menge und dem Preis…Birra grande = 1Liter für läppische 22 Euro. Hiermit wurden sogar die St. Paulipreise überboten.

Im Verlauf des Nachmittages fuhren wir kreuz und quer durch die Stadt und sahen historische wie auch ultramoderne Bauten.

Bosco Verticale…Senkrechter Wald, so werden die begrünten Zwillingstürme genannt, die 110m und 80m hoch sind. Etwa 900 Bäume und 2000 andere Pflanzen wurden in den Terassen, Balkonen und Fassade gepflanzt. Dies würde einer Waldfläche von 7000 m2 entsprechen.

…und neben dem Formel 1 Rennen fand auch noch ein Fussballspiel zwischen Inter Mailand und Fiorentina im San Siro Stadion statt…