Italien – Tag 45

Tropea (15km)

Letzter Tag im Hotel Stromboli und leider etwas wenig Sonne. Gerade richtig um Tropea zu besichtigen.

Schönes Städtchen mit vielen Restaurants, Cafes und Souvenierläden. Zusätzlich haben wir noch einen Uhrmacher gefunden, der mir ein neues Armband mit viel Geschick und Handfertigkeit an die Kontur meiner Uhr anpasste. Ab jetzt bin ich also nicht mehr „zeitlos“

Italien – Tag 44

Planen, Vorbereiten und Buchen (0km)

Unser Aufenthalt haben wir um zwei weitere Tage verlängert. Heute wurde das Internet auf zukünftige Unterkünfte durchforstet, Sehenswürdigkeiten aufgeschrieben und Strecken im Navi programmiert. Nebenbei haben wir uns im Pool äusserlich und mit Drinks innerlich abgekühlt.

Italien – Tag 43

Eolische Inseln (0km)

Die eolischen Inseln mit dem aktiven Vulkan Stromboli, welche sich im thyrrenischen Meer befinden, waren heute unser Ziel.

Ab Tropea führte uns die Reise nach Lipari, der grössten Insel, weiter nach Panarea und zum Schluss nach Stromboli. Höhepunkt sollte am Abend die Sicht auf den aktiven Vulkan sein.

Die ganze Reise wurde vom Hotel für uns arrangiert und gebucht… netter Service. An der Busstation wurden wir vom Bus abgeholt, aber Tickets, wie sie der Chauffeur verlangte hatten wir nicht. Trotzdem hat er uns mitgenommen. Am Hafen, die Überraschung…Leute ohne Ende. Der Cahuffeur zeigte uns den Ort an welchem wir die Tickets erhalten sollten…netter Service. Die Dame fragte uns nach der Reservation, welche wir leider nicht hatten…sie bestand darauf, dass wir etwas haben müssten vom Hotel…leider nicht…..sie studierte und fragte ob die email eventuell im Spam-Ordner sei…..ahhh guckst du da…netter Service.

Zwei Schiffe fuhren ab Tropea dieselbe Route…zweimal 400 Personen. Alle spurteten zur obersten Etage, wo die besten Plätze waren. Bis das Schiff ablegte dauerte es aber noch eine halbe Stunde. Genug Zeit um die älteren Herrschaften in der obersten Etage weich zu garen. Reumütig kamen sie nach unten und suchten verzweifelt Platz.

Zur Insel Lipari dauerte die Fahrt 2,5 Stunden. Das Tempo war recht zügig, was schlussendlich die Frisuren der Damen auf dem Oberdeck ruinierte, so dass auch sie den Weg auf das Unterdeck fanden.

Während dem Aufenthalt in Lipari konnte man sich verpflegen, oder eine weitere Stunde mit dem Schiff um die Insel Vulcano unternehmen.

Panarea noch kleiner als Lipari, doch wir speisten im Restaurant „el Geco“ ganz alleine, hervorragend und mit einem Service der seinesgleichen sucht…gut die Höhe der Rechnung hätte auch vom Hotel Dolder sein können…was solls…

Schlussendlich war Stromboli die letzte Destination…Der Vulkan bricht alle 15-20 Minuten aus. Je nachdem wie gross die Eruption ist, sieht man noch einen Lavastrom. Der aufgehende Vollmond bot den perfekten Rahmen für das Spektakel. Tatsächlich sahen wir drei kleinere Ausbrüche die mit frenetischen Ahhhh und Ohhs begleitet wurden.

Ein Foto hab ich auch noch gemacht…wohl das lausigste, aber halt auch das einzigste…

Italien – Tag 42

Meer/Pool-Tag (0km)

Auf unserer Reise haben wir schon rund 8000km zurückgelegt. Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Das Hotel Stromboli bietet uns die ideale Gelegenheit einmal Ferien zu machen und die Reise weiter zu organisieren….aber noch nicht heute😀

Der Sonnenuntergang läutete den „Serata Calabrese“ ein. Um halb acht war die ganze Meute bereit dafür, aber die Küche leider noch nicht. Typisch italienisch das folgende Chaos…irgendwann kam alles in die Gänge und steigerte sich von Minute zu Minute…Das Essen üppig und erstklassig…vom Wein brauchen wir gar nicht erst zu sprechen…als dann noch Folklore-Musiker auftauchten war die Stimmung fast perfekt. Es wurde gesungen und gefeiert als ob es kein Morgen mehr gäbe…

Der Radetzki-Marsch eröffnete das Dessert, zwei riesigen Torten und Prosecco vom Glasturm. WOW…ich hab schon vieles erlebt, aber hier haben sie alle Register gezogen…..Irgendwann fanden wir heraus, dass der 2. Juni der Nationalfeiertag Italiens ist…keine Raketen und Böller, dafür explosive Feststimmung…

Italien – Tag 41

Vom ionischen zum thyrrenischen Meer (178km)

Heute stand eine kurze Etappe vor uns. Wir wechselten wieder die Seiten…diesmal von Ost nach West.

Diesmal fuhren wir am Aspromonte Nationalpark vorbei um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Doch weit gefehlt, heute kam alles zusammen…Gewitter, schlechte und gesperrte Strassen. Doch das ist inzwischen alles Routine und wird ohne Wimpernzucken prestiert.

Je näher wir unserer Zieldestination Tropea näherten, desto sonniger wurde es. Dass wir unseren Aufenthalt im Hotel verlängern konnten, was per Internet nicht möglich war, wurde mit einem Bier gefeiert. Jetzt gönnen wir uns mal zwei fahrfreie Tage und chillen ein bisschen.


Italien – Tag 40

Rundfahrt durch die Locride (170km)

Die Nacht ohne weitere Zwischenfälle überstanden und den Tag durch ein Frühstück draussen im Garten gut gestartet.

Erster Höhepunkt war die Durchfahrt durch Monasterace. Eigentlich führt eine Strasse um das Dorf herum, aber es ist durchaus möglich durch das Dorf zu fahren. Es gibt jedoch einige Einschränkungen…links und rechts des Lenkers waren Haustüren, aber nur ca. 50cm Platz. Grosse Augen bei den Bewohnern waren uns gewiss. Da hilft nur lächeln und freundlich winken.

Stilo ein Bergdorf war der zweite Höhepunkt. Einerseits wegen der Cattolica (Hauptkirche) die im 10. Jahrhundert errichtet wurde. Anderseits war ein Kassenhaus am Eingang. Der junge Herr eklärte uns, dass wir Tickets nur online kaufen könnten. Die ganze Prozedur dauerte rund 10 Minuten. Nach der Zahlungsbestätigung der Kreditkarte hätte ein Onlineticket zugestellt werden müssen…kam aber nicht….er zuckte nur die Schultern und sagte..“ist so in Ordnung“…

War es am Anfang das schlechte Wetter und später die löchrigen Strassen welche uns verfolgten, so hat sich das Blatt nun gewendet. Unsere neuen Freunde sind gesperrte Strassen. Auch heute durften wir, die Route wieder abändern. Neu kam Schlamm und Dreck dazu, was die Kommunikationsfreudigkeit der weltbesten Sozia auf null sinken liess.

Nach einer nahrhaften Passabfahrt gelangten wir wieder nach Gerace und man ahnt es…das weltklasse Gelato musste noch einmal genossen werden.

Während die Sonne untergeht, ruht sich der Fahrer aus und die weltbeste Sozia sorgt für Sauberkeit und Ordnung 😀😀😀😀 Ameisenstrasse ist nun Geschichte


Italien – Tag 39

Ionisches Meer (180km)

Mit dieser Tour holten wir alles nach, was wir durch die gesperrte Strasse im Aspromonte Nationalpark nicht machen konnten.

Beim gestrigen Nachtessen, kam der Senior zu uns an den Tisch und gab uns mehr als genügend Hinweise von schönen Orten. Einer davon hiess Bova, von wo aus man den schönsten Blick von aufs Land hätte. Schöne Aussichten sind immer schön und so führten uns einige Kurven hinauf ins Dorf (820 m.ü.M). Überraschend sauber, gepflegt und gut beschildert präsentierte sich der Ort. Alle Schilder in griechisch, italienisch, englisch und deutsch angeschrieben…

Der Clou aber war eine ausgestellet Dampflokomotive im schienenlosen Bergdorf. Ein ehemaliger Bürgermeister wollte damit an die vielen Gastarbeiter erinnern, die mit der Eisenbahn Arbeit im Norden suchen mussten.

Nächster Stop in Bombile bei der Santuario Madonna della Grotta…Hmmm, muss wohl eine Sehenswürdigkeit für Wallfahrer sein. Trotzdem schöne Aussichten auf Land und Meer bei der Fahrt.

Ebenfalls eine Empfehlung war der Ort Gerace mit seiner Kathedrale, welche die Grösste in Kalabrien ist. Nebenbei bemerkt, das Gelato hier war WELTKLASSE.

Die Tour der alten Gemäuer führte uns nach Roccella Ionica…das Castello Carafa thront imposant über dem Dorf…wird aber renoviert und konnte nicht besucht werden.

Schlusspunkt war das Agriturismo A‘ Lanterna…hat ein Restaurant, das aber erst ab Juni geöffnet wird….grmpfl #1…italienisches Management!!! Dafür aber mit Sprudelbadewanne…genau das richtige um sich zu erholen….doch was sehen meine müden Augen nach 10 Minuten???? ein See im ganzen Badezimmer…das Mistding hatte irgendwo ein Leck….fertig sprudeln, neuer Plan…Boden trocknen…grmpfl #2

Italien – Tag 38

Waschtag (40km)

Der heutige Tag wurde genutzt um die weitere Reise zu planen und die Wäsche wieder in Ordnung zu bringen.

Die Wartezeit verkürzten wir mit einem Stadtbummel durch Reggio Calabria. Zuerst an der Strandpromenade Falcomatà entlang, die mit riesigen grossblättrigen Feigenbäumen bepflanzt ist. Diese sind durch ihr Wurzelwerk genauso beeindruckend, wie die drei modernen Skulpturen.


Italien – Tag 37

Tour durch den Aspromonte Nationalpark (210km)

Im Süden Kalabriens befindet sich der Aspromonte Nationalpark. Dieser ist eng umschlossen vom Tyrrhenischen- und vom Ionischen Meer. Mit unserer Tour sollten wir die beiden Meere sehen.

Der Geisterort Pentedattilo war unser erstes Ziel. Navi programmiert und losgefahren, nach ein paar Kilometern abgebogen, Strassen wurden löchriger, dann kieselig und schlussendlich glichen sie einem Flussbett. Da vor uns ein blauschwarz qualmender Fiat Panda fuhr, überholten und stoppten wir diesen. Als wir den Fahrer fragten ob wir auf dem richtigen Weg nach Pentedattilo seien, fragte er uns, ob wir den Rest zu Fuss gehen möchten….er empfahl uns umzukehren und seine gestenreiche Wegbeschreibung führte uns schliesslich auf einen asphaltierten Weg.

Das Dorf hat seinen Namen von der Form der Klippe des Monte Calvario. Eine riesige Hand mit 5 Fingern (Griechisch 5 = pente, Finger = Dactilo). Erdbeben und Felsstürze führten zur Entvölkerung.

Die darauf folgende Fahrt durch den Aspromonte Nationalpark erreichte ihren Höhepunkt bei 1450m. Ganz alleine unterwegs passierten wir farbenprächtige Hochebenen, aber auch ein enorm grosses Gebiet, welches durch Waldbrand zerstört wurde. Das Dorf Gambarie ist im Winter ein Ort zum Skifahren. Es wirbt mit dem Slogan „Der einzige Ort, an dem sie Skifahren können und dabei das Meer sehen“.

Auf der SP2 ging die Fahrt weiter nach Bovalino an die Küste des Ionischen Meeres. Auffallend waren die hunderten von Olivenbäumen, die aber nicht klein gehalten wurden, sondern Höhen von bis zu 15m erreichten.

Nach Santa Cristina d’Aspromonte wurde die Strasse enger. Dies war vor allem den Sträuchern, welche links und rechts wucherten, zuzuschreiben. Dann ein Fahrverbotsschild und kurz darauf Betonblöcke, welche die Überquerung einer Brücke verhinderten. Umleitung, Signalisation oder Information….Fehlanzeige. Aus Zeitgründen blieb es uns versagt, das Ionische Meer noch zu sehen.

Italien – Tag 36

Arriverderci Sicilia – Buonasera Calabria (205km)

Heute morgen hiess es Abschied nehmen von einem sehr schönen Agriturismo. Wir wählten die Westseite des Ätna-Nationalparks und dann der Nordküste entlang nach Messina. Von dort mit der Fähre nach Villa San Giovanni (Kalabrien) und weiter nach Lazzaro.

Dieser Plan wurde aber auf halbem Weg, in Borgo San Giovanni, wegen Erdrutsch vereitelt. Mangels Strassen, blieb nur der Weg via Taormina. Vorteil dieser Routenwahl…wir sahen die Küste einmal bei Sonnenschein…und auch die vielgepriesene Isola Bella konnte sich im besten Licht präsentieren.

Fährhafen in Messina suchen, Ticket kaufen und nach 20 Minuten schon auf dem Schiff. Bei 53 Fahrten täglich, ist keine Reservation nötig. Ich bin einmal gespannt, ob das von Präsidentin Meloni wieder belebte Projekt, die Brücke zwischen Festland und Sizilien, zu Stande kommt oder nicht. Die erste Planung fand 1981 statt und dann immer wieder bei wechselnden Präsidenten.

Unser Hotel in Lazzaro steht ganz am Meer mit Sicht auf Sizilien. Das beste am Ganzen…das Hotel haben wir ganz alleine für uns….keine weiteren Gäste