Wir verlängern die Motorradsaison und den Sommer noch um eine Woche. Die Idee kam von RookieTours und wurde uns bei der Tour in Korsika schmackhaft gemacht. Bei der Kombination Sonne und Motorradfahren sind wir natürlich immer dabei.
Morgen ist es also soweit, wir fliegen nach Teneriffa. Zu unserem Glück bietet Edelweiss die Möglichkeit, dass neben dem normalen Gepäck zusätzlich noch Sportgepäck zum Nulltarif mitgenommen werden kann.
In meinem gnazen Leben bin ich noch nie mit soviel Gepäck gereist. Ich bin mal gespannt, wie unsere deutschen Kollegen das machen. Wahrscheinlich setzen sie sich mit Motorradkleidung und Helm auf dem Kopf in den Flieger.
Die Lücken im Koffer sind für die Souveniers
Nach dem Dauernebel freuen wir uns auf ein paar zusätzliche Sonnenstunden in diesem Jahr
Die morgendliche Schifffahrt führte uns nach Stralsund, wo wir um 10 Uhr anlegten. Ein kurzer morgendlicher Sonntagsspaziergang führte uns direkt zum Apéro.
lokale Grösse
Nachmittags nahmen wir an einer Stadtführung durch Stralsund teil. Auch hier merkt man, dass die Stadt zum Weltkulturerbe gehört. Ein kleines hübsches Städtchen mit schön restaurierten Gebäuden. Im übrigen hatten wir wieder einen Tourguide, der um keinen Spruch verlegen war.
Bei warmen Temperaturen und blauem Himmel liessen wir es uns in einem Strassencafé am alten Markt mit Eis und Bier gutgehen. Doch die Art der Bedienung erinnerte noch stark an einen Staatsbetrieb der DDR Zeit. Erst warten bis dich eine Fachkraft entdeckte. Zuerst wurde das Eis serviert…dies aber erst ca. 20Minuten nach der Bestellung. Für das Bier durften wir weitere 15Minuten warten.
Zurück beim Schiff erwartete uns der Abschiedsapero und später das Galadinner. Zu guter Letzt noch ein Foto mit Sherif, der guten Seele im Restaurant.
Frühe Tagwache…um 5.30 Uhr klingelte der Wecker. Egal was man für einen Klingelton eingestellt hat, um diese Zeit klingt es fürchterlich.
Ein kurzes Frühstück, Koffer bereitstellen und warten bis die Reisebusse vorfahren. Zeit den Tagesbeginn von Deck aus zu beobachten und ein letztes Gruppenfoto zu machen.
Morgenrot in StrasundGanze Reisegruppe…… Geschwister
Einsteigen in den Bus und los gehts…nicht ganz. Eine Person fehlt, es wird gefühlte hundert mal gezählt, hüben wie drüben. Dann schliessen sich die Türen und los gehts. Ein Teilstück der A20 war gesperrt und musste über die Landstrasse hinter einem polnischen LKW bewältigt werden.
Nach rund 2 Stunden Fahrt ein kurzer Stopp zum rauchen und andere Bedürfnisse. Beim Einsteigen wieder Aufregung es fehlte eine Person…gleiches Spiel wie frühmorgens.
Das Zählen und die Langsamfahrt hinter dem LKW forderte ihren Tribut. Die Zeit wurde eng…sehr eng. In Berlin blieben noch gerade 15 Minuten um mit der ganzen Truppe zum Zug zu kommen. Alle habens geschafft.
Unsere Reisebegleitung nach Basel teilte die Tickets aus und plötzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen…die immer vermisste Person war Beat, der krankheitshalber die Reise abgesagt hatte!!!!
Nach gut 15 Stunden reisen, waren alle wieder in ihrer gewohnten Umgebung.
Fazit: Wieder hatten wir eine interessante, unterhaltsame und lustige Reise zusammen in einem uns allen unbekannten Gebiet. Das allerbeste war das Wetter…sieben Tage Sonnenschein und sommerliche Temperaturen.
Im Halbschlaf spürte ich das vibrieren der Schiffsmotoren. Gemäss den gestrigen Informationen musste es wohl 5 Uhr in der Früh sein. Ziel der morgendlichen Fahrt war Lauterbach auf der Insel Rügen.
Ebenfalls wurden wir gestern informiert, dass das Tagesprogramm um eine Stunde vorverlegt wurde, damit die abendliche Kutschenfahrt nicht bei Nacht stattfindet. Also standen wir brav um 7 Uhr im Restaurant…
perfekter Sonnenaufgang, dann……Seerauch über dem WasserMorgenstimmung……am Anleger……von Lauterbach
Erster Tagespunkt war eine Inselrundfahrt auf Rügen, der grössten deutschen Insel. Die Dame die uns begleitete hatte drei Vornamen und sie meinte, dass sei der Tatsache geschuldet, dass sie soviel redet wie drei Personen. Nun wie dem auch sei, sie hat es gut, charmant und mit Witz gemacht.
Neben der Geschichte über den rasenden Roland, einer Schmalspurbahn, erwähnte sie auch das kopfstehende Haus und das nie fertiggestellte Seebad der „NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude“
In Sassnitz angekommen, wechselten wir die Fortbewegungsart von Bus auf Schiff. Die Rundtour führte uns an den berühmten Kreidefelsen vorbei.
Der Königsstuhl (rechts)
Schon war der Morgen um und unsere Frederic Chopin nahm Kurs auf Hiddensee. Da die Fahrrinne wegen Sandbänken einige Male sehr eng war, mussten wir unser Tempo drosseln und hinter Segeljachten hertuckern. Aber ein speziell grosses Kuchenbuffet am Nachmittag versüsste uns die Staufahrt.
Um 17Uhr legte das Schiff in Hiddensee an und unsere nächste Transportart stand schon am Quai bereit. Eine Kutschenfahrt durch den Ort zeigte uns herrliche alte Häuser mit Reetdächern. Wie der Sonnenaufgang am Morgen, so war auch der Sonnenuntergang an der Ostsee…ein Traum.
Tom und Jerry……zogen uns durch……eine wunderbare……GegendDer Tag neigt sich dem Ende zu……und schon ist es dunkel
Im Zimmer sahen wir neben dem Tagesprogramm auch andere Zettel auf dem Bett….Abrechnung, Fragebogen etc..Ein eindeutiges Zeichen, dass die Reise bald zu Ende geht.
Mit einem herrlichen Sonnenaufgang startete der heutige Tag. Über Oder, Oderhaff und Peenestrom geht die Reise weiter nach Wolgast. Enge Flussabschnitte wechseln dabei mit den weiten Wasserflächen der Lagune ab. Wolgast gilt als «Tor zur Insel Usedom».
Sonnenaufgang
Die Hubbrücke Karnin ist der mittlere Teil der Karniner Brücke, einer ehemals etwa 360 m langen Eisenbahnbrücke zwischen dem Festland und der Insel Usedom. Die Überbauten beiderseits des beweglichen Hubteils wurden 1945 von der Wehrmacht zerstört, um die anrückenden sowjetischen Truppen aufzuhalten. Der Hubteil der Brücke steht seit Kriegsende unverändert als Fragment und technisches Denkmal mitten im Fluss.
Mahnmal
Am Anleger von Wolgast fiel uns das blaue Wunder auf, eine kombinierte Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke über den Peenestrom. Sie verbindet die Insel Usedom mit dem Festland und verdankt ihren Namen dem markanten Anstrich. Die Brücke wird nur zu bestimmten Zeiten jeweils eine Viertelstunde geöffnet.
Verkehr wird gestoppt……Brücke hebt sich……und macht den Weg frei……für die kleinen……und grossen……Schiffe
Am Nachmittag besichtigten wir die Ostseebäder Koserow und Zinnowitz mit ihren feinsandigen aber windigen Stränden. Usedom ist die zweitgrösste Insel und gilt als Region mit den meisten Sonnenstunden Deutschlands.
Der polnische Guide der uns begleitete wollte sicher sein, dass wir etwas lernen. Er wiederholte alle Details wie ein Mantra mehrmals während der Fahrt. Dies jedoch mit viel Witz und echtem polnischem Slang.
Hier eine Kostprobe;
Auf einer Dienstfahrt kommt ans Meer der Bischof und sein Sekretär. Der Tag ist heiß, und sie sind matt, der Bischof sagt: „Ein kühles Bad, das wäre jetzt schön.“ Ein Wink, schon bleibt der Wagen steh’n.
„Warum nicht, Eminenz, ich bitt!“ „Hab’ keine Badehose mit.“ „Ich auch nicht“, sagt der Sekretär, „als ob sie hier von Nöten wär’. Denn hier, in dieser Einsamkeit sieht uns kein Mensch doch weit und breit.“ Schon stürzt er sich, bald nackt, ins Meer und nun der Bischof hinterher.
Da braust ein Omnibus heran und hält grad hier am Ufer an. Zum Picknick wollen sich niederlassen – Oh nein, das ist doch nicht zu fassen, was da entsetzt die Augen schauen. – Das ist sehr schwer nur zu verdauen: Eine Schar von älteren Damen, die gerade hier zum Strande kamen.
Der Bischof schnell die Beine hebt und ganz entsetzt zum Ufer strebt. Und als er tritt nun an den Strand, bedeckt er schamvoll mit der Hand des Leibes Blöße unten. – Ach! – Da ruft der Sekretär ihm nach: „Bedecken Sie doch Ihr Gesicht; denn unten kennt man Sie doch nicht!“
Das Schiff startete seine Motoren um 6 Uhr und nahm Kurs auf Stettin (polnisch Szczecin). Wir hatten das Vergnügen, die Schifffahrt durch die herrliche Naturlandschaft des Unteren Odertals zu genießen.
TagwacheGegenverkehrHafenanlagen……von StettinAnlegestelle in Sicht
Da wir vor dem Mittagessen in Stettin ankamen, nutzten wir die Gelegenheit und erkundeten die 500m lange Hakenterrasse. Von hier hat man einen schönen Blick auf den Hafen und das Oderpanorama. Oben befindet sich unter anderem die Seefahrtsakademie, sowie das Regierungsgebäude.
Eine Stadtführung brachte uns Stettin etwas näher. Die Stadt ist geprägt von einer interessanten Mischung aus sowjetischer Architektur und moderner Bebauung. Die modernen Ampelsysteme mit Timeranzeige waren der Kontrast zu der etwas betagten Straßenbahn. Statuen und Denkmäler erzählen die Geschichte von Stettin und sind ein Zeugnis der reichen Kultur und Vergangenheit.
Ein besonderes Highlight ist das Schloss der pommerschen Fürsten.
Model der Anlage
Nach dem Abendessen präsentierte eine polnische Folkloregruppe traditionelle Lieder und rassige Volkstänze. Kein Jodel und Alphorn trotzdem zeigte ein kurzer Blick in den aufgestellten Hut, dass die Aufführung bei den Gästen seeeehr gut ankam.
Der heutige Tag begann angenehm mit einem Frühstück am Anleger von Hohensaaten. Sherif, unser Kellner, hat sich bereits alle unsere Gewohnheiten zu Eigen gemacht und betreut uns vorzüglich.
Da der nächste Treffenpunkt erst um 12 Uhr 45 anstand, beschlossen wir, eine gemütliche Runde durchs Dorf zu drehen. Nach einer halben Stunde hatten wir schon alles abgeklappert, was es zu sehen gab. Moral der Geschichte: In diesem Dorf steppt der Bär…genau 3 Einheimische gesehen!!!
Eine Mühle und……eine Kirche waren die Highlightsam Anleger……Just in time Lieferung……für unser Schiff……sonst alles sehr ruhig
Danach ging es mit dem Bus zunächst nach Niederfinow zum Schiffshebewerk, dass uns gestern schon half die 36m Höhenunterschied zu überwinden. Unser Guide arbeitete selbst über 40 Jahre im alten Hebewerk und erklärte uns die Unterschiede der beiden Werke und andere Details mit Insiderwissen.
Neu und altLift ist noch oben und führt……ein Ausflugsboot nach untenAltes SchiffshebewerkSchlepper fährt ein……und wird nach oben……transportiertNeues Schiffshebewerk
Mit dem Bus ging es weiter in die Schorfheide, in der sich das Kloster Chorin in einer reizvollen Wald- und Seenlandschaft befindet. Erbaut im Jahr 1273, ist das ehemalige Zisterzienserkloster heute das bedeutendste Beispiel norddeutscher Backsteingotik in der Mark Brandenburg.
Auch hier wurden wir fachkundig geführt, wobei der Rundgang angereichert war mit zahlreichen Jahreszahlen und Namen berühmter Persönlichkeiten.
Der Bus brachte uns nach Schwedt, einer Stadt, die an der Grenze zu Polen liegt und in der unser Schiff, wie ein treuer Weggefährte, auf uns wartete. Während wir dahinfuhren, warfen wir einen Blick auf die vorbeiziehenden Straßenschilder, und schon verrieten sie uns, dass wir an jenem Ort angekommen waren, an dem die beiden Länder einander berühren.
Ein Schlummertrunk nach dem feinen Nachtessen beendete den heutigen Tag.
Brücke in SchwedtStartselfie mit bedektem Himmel……Schlussselfie mit Vollmond
Eine Rundfahrt durch die pulsierende Hauptstadt Berlin eröffnete den heutigen Reisetag. Die rund dreistündige Fahrt wurde durch einen orts- und geschichtskundigen Einheimischen mit Biss, Humor und Selbstironie kommentiert. Es erging uns wie vielen anderen Bustouristen, es wurde uns leider nur ein 20 minütiger Halt beim Brandenburger Tor gewährt.
von hinten mit Fernsehturmvon vorne mit Siegessäuleobligatorisches GruppenfotoBaustelle BundestagSchloss CharlottenburgSiegessäulespezielle Hausfassadecooler Spruch
Am Mittag hiess es «Leinen los»!
Durch den Tegeler See zur Havel und dann entlang dem Oder-Havel-Kanal bis nach Hohensaaten.
Der Kanal ist eine Teilstrecke der Havel-Oder-Wasserstraße und erstreckt sich über 54 Kilometer Länge von der Havel südlich Oranienburg bis zur alten Oder bei Niederfinow.
Tegeler SeeStrandbad an der HavelEntspannung……auf der Havel
Um 20 Uhr wurde das Nachtessen für rund eine halbe Stunde unterbrochen, da wir beim Schiffshebewerk Niederfinow ankamen. Diese 36m Höhenunterschied per Lift wollte sich keiner entgehen lassen. Unten angekommen, ging es im Restaurant mit dem Hauptgang weiter.
Hebewerk in Sicht…Kopf runter, es wird eng……geschafftimposante Höhe……armdicke Stahlseile……und eine Kette für das Gegengewicht