Italien – Tag 15

Arrivederci Sardegna

Heute hiess es nun Abschied nehmen von Sardinien. Die Fahrt führte uns noch einmal der Küstenstrasse entlang, wo wir die Aussicht auf die schönen Strände und Buchten nochmals genossen.

Der Verkehr Richtung Cagliari hat heute um einiges zugenommen. Auffallend viele „Gümmeler“ sind unterwegs. Als wir an der Lagune vor Cagliari vorbei fuhren, entdeckten wir unzählige Flamingos.

Da wir genügend Zeit hatten, wollten wir die Stadt besichtigen. Zu Fuss und in Motorradkleidern eine eher suboptimale Variante. Als Alternative bot sich eine City Guide Bus Tour. Davon gab es aber zwei Varianten. Die eine Fahrt führte durch die Altstadt und die Andere um die Stadt herum. Bei der Altstadt-Tour welche wir gewählt hatten, war nur schon die Fahrt durch die engen Gassen eine Attraktion.

Zu guter Letzt noch ein Gelato und dann ab zum Hafen und warten bis sich die Schranken der Fähre öffneten. Punkt 17 Uhr legte die Fähre ab und bei einem Bier in der Abendsonne sagten wir Goodby Sardegna.

Mit viel Hunger freuten wir uns auf das vorbestellte Abendessen…das Desaster von Maranello wiederholte sich. Nach über 2 Stunden hatten wir knapp die Hauptspeise (Scalopine), welche dann noch absolut ungeniessbar war. Dessert wurde gar nicht mehr serviert…nur gut, dass die Antipasti und Vorspeise genügend waren.

Italien – Tag 14

Ruhetag (0km)

Heute legten wir einen Ruhetag ein. Frühstück im Hotel, Fotos sortieren und sichern, später ein ausgedehnter Spaziergang am Strand.

Aussicht vom Zimmer
Nachhaltiges Reisen…gestern Spaghetti Vongole gespeist, heute die Schalen dem Meer wieder zurückgegeben
…und noch eine nachhaltige Idee…Vorhang aus gebrauchten Korkzapfen

Italien – Tag 13

Ab in den Süden (280km)

04.05.2023

Nachtrag zum „Kultour“-Tag von gestern. Der Tag wurde kulturmässig mit einem Fischgericht beendet. Da ich kein Kultur-Banause sein wollte , gab ich meine Zustimmung zu diesem Gericht. Allerdings hatte ich nicht mit einer Forelle komplett gerechnet🤢. Wenn ich eines gelernt habe in meiner aktiven Arbeitszeit, dann ist es SABTA (Sicherers Auftreten Bei Totaler Ahnungslosigkeit). Als der Fisch serviert wurde, war es an der Zeit diese Fähigkeit voll auszuspielen…Fazit; Er hat das Massaker nicht überlebt.

Neuer Tag neues Glück. Wir fuhren mitten durch die Insel ganz in den Süden nah Villasimius. Durch einsame Gegenden und zum Teil kleinsten Strassen begegneten wir nur einigen Tieren.

Dabei hatte der Esel wohl ziemlich Spass beim Fotoshooting, denn er ist mir dauernd gefolgt….Blutsbrüder halt!

…und einen neuen Freund gefunden

Am Nachmittag erreichten wir die Küstenstrasse. Das türkisblaue Meer lässt das Herz der beiden Mittelland-Bewohner immer wieder höher schlagen.

Nach dem Bezug des Zimmers ging es zum Strand, um die Abendsonne zu geniessen.

Apero

Italien – Tag 12

Kultour-Runde (310km)

03.05.2023

Nachdem der Hotelier sich solche Mühe gegeben hatte mit seiner handgezeichneten Karte, gaben wir uns Mühe diese auch zu besuchen.

Zuerst wollten wir hoch auf die Burg. Nach einigem Nachfragen fanden wir den Weg durch die Gassen zwischen den Häusern. Was eng begann, wurde noch enger, noch steiler und zu allem Elend bestand der Weg aus Pflastersteinen. Die Krönung waren all die 90 Grad Abbiegungen am Hang….Die Weltbeste Sozia wurde stiller und die Augen grösser (ich habs im Spiegel gesehen😀).

Die Weiterfahrt führte uns nach Ottana wo die berühmten sardischen Caratza-Masken geschnitzt werden. Schon beim Dorfeingang waren Skulpturen zu sehen, welche natürlich fotografiert werden mussten. Dies führte dazu, dass ich einer Frau die Einfahrt in die Garage versperrte. Kein Problem, es gab dafür noch einige Informationen über das Dorf und die Kirche aus dem 12 Jahrhundert.

Der nächste Halt wurde zum Tageshighlight. Orgosolo ist berühmt für ihre Wandmalereien, welche bedeutend schöner sind als einige in der Schweiz. Nachfolgend ein paar Eindrücke.

Nun zum letzten Punkt unserer „Kultour“, der Kirche San Pietro in Zuri. Diese Kirche entstand ebenfalls im 12 Jahrhundert und musste einem Stausee weichen. Also entschloss man sich, die Kirche 1923 Stein für Stein ab- und in Zuri wieder aufzubauen.

Die Heimfahrt wurde unterbrochen durch Schafherden, welche auf der Strasse zur nächsten Wiese getrieben wurden. Bei allen Schaf- und Ziegenherden an denen wir vorbeifuhren, wurden wir angekläfft von den Hirtenhunden.

Italien – Tag 11

Sant‘ Antonio di Gallura – Morales (300km)

02.05.2023

Heute wollten wir die Ostküste von Olbia bis Calo Gonone auf der alten SS125 befahren.

Der Start in den Tag war windig aber trocken…leider nur bis kurz vor Olbia. Wir sahen sie schon von weitem, die fiese schwarze Wolke, welche uns den ganzen Tag verfolgte. Immer wieder verwöhnte sie uns mit Regen. Wir freuten uns, hätten wir uns nicht gefreut, hätte es trotzdem geregnet.

Erster Halt bei Porto Taverna. Das Restaurant 12.1 liegt direkt am Strand und ist wohl ein Knaller bei schönem, warmem Wetter.

Porto Taverna

Weiter ging die Fahrt nach Dorgali. Links abbiegen, einen Tunnel durchfahren, einige Serpentinen bewältigen und schon ist man am Meer. Standesgemäss gab es natürlich ein Gelato.

Die Anfahrt auf die Stadt Nuoro ist spektakulär, weil sogar höhere Gebäude in den Hang gebaut wurden.

Nuoro

Auf der Fahrt zu unserem Domzil fuhren wir am Ort Burgos vorbei. Schon von Weitem sahen wir die markante Burg auf dem Berg. Je näher wir kamen, desto beeindruckender war der Anblick. Beim Fotostop erzählte uns ein Einheimischer, dass wir bis zur Burg hochfahren können. Dies werden wir morgen machen.

Burgos

Danach durch das Naturschutzgebiet Foresta di Burgos, welches voller Eichen ist. Irgendwann kam dann das Hotelschild „Janas Country Resort“, welches uns ab der Hauptstrasse auf einen besseren Feldweg führte. Motorrad geparkt und uns gefreut über eine wiederum sehr gute Wahl.

Der Besitzer deckte uns ein mit Informationen, welche wir nicht alle im Kopf behalten konnten. Wir fragten ihn ob er uns eine kleine Notitz machen würde, die dann prompt kam….Sevice vom feinsten.

So erklärt man einem Fremden wo die schönsten Orte sind 😉

Route: https://www.relive.cc/view/vMv8B2VoJN6

Italien – Tag 10

Castelsardo – Capo Testa (230km)

Heute war mein erster Tag als eigener Tourguide….und der Himmel hat Tränen vergossen, dabei war es gar nicht mal so übel.

In der Nacht hat es geregnet und zum Aufstehen sah es nicht anders aus. Die Hoffnung stirbt zuletzt, zumal die Aussichten für den Tag eher besser waren.

Die Fahrt nach Castelsardo stand dann doch im Zeichen von Regen, Kälte und Nebel. Doch je näher wir der Westküste kamen, desto blauer wurde der Himmel.

Die Anfahrt und der damit verbundend Blick auf Castelsardo ist eizigartig. Um zur kleinen Altstadt auf der Burg zu gelangen, mussten ein paar Meter zu Fuss zurückgelegt werden. Beim kleinen Rundgang sieht man Souvernierläden, Korbflechtereien und einige Restaurants.

Castelsardo
Blick von der Burg auf das Dorf

Die Weiterfahrt führte uns Richtung Norden nochmal ans Capo Testa, welches wir schon am ersten Tag besuchten. Heute hatten wir Zeit für Fotos und Gelati.

Das Nachtessen wiederum üppig und sehr lecker….so darf es nicht weitergehen, ansonsten sind andere Kleidergrössen notwendig ;-(

Route: https://www.relive.cc/view/v4OG9Zynx5q

Italien – Tag 9

Torre di Bari – Sant‘ Antonio di Gallura (210km)

Heute geht es für die Einen wieder auf die Fähre und damit nach Hause. Die letzte Tagestour sollte die Königsetappe werden. Auf der SS 125 der Küste nach, mit Halt in der legendären Silana Bar.

Was sich gestern abzeichnete, hat sich heute bewahrheitet…Regentropfen kreuzten unseren Weg. Aber damit nicht genug, zudem kam noch Kälte und stockdichter Nebel dazu.

Der Halt bei der Silana Bar fiel deutlich kürzer aus als geplant, weil ein Kollege leider keine Regenhose dabei hatte und zu diesem Zeitpunkt völlig durchnässt war. Das Motto „Lernen durch Erfahren“ wird sich für ihn bei der nächsten Tour auszahlen.

Am Hafen Golfo Aranci, verabschiedeten wir uns von der Gruppe. Es war wieder eine toll organisierte Tour mit coolen Leuten….

Ab jetzt sind wir also alleine unterwergs. Selber navigieren, für schöne Pausenorte sorgen etc…. Vom Hafen waren es noch ca. 40 km zu unserem Hotel Valkarana (www.valkarana.com). Die Anfahrt führte uns durch einsamste Gegenden, so dass ich schon dachte wir hätten uns verfahren. Aber dann tauchte es in der Ferne auf, mit herrlichem Blick auf den Lago del Liscia. Das Hotel ist ein Schmuckstück mitten im Nirgendwo.

Das anschliessende Abendessen hätte für die ganze Motorradgruppe gereicht.

Italien – Tag 8

Bergrunde (260km)

29.04.2023

Start zur Bergrunde war um neun Uhr. Locker und beschwingt nehmen wir die ersten Kurven und steuern einmal mehr wieder eine Tankstelle an. Dies ist in Sardinien immer ein Abenteuer…Karte ja/nein…Zapfsäule in-/ausser Betrieb…auf der einen Seite teurer als auf der Anderen????

Beim Einbiegen in die Tankstelle passierte uns eine grosse Motorradgruppe die uns freundlich zuwinkte. Diese Idylle wurde jäh durch ein hässliches Scheppern durchbrochen….ein Blick in Richtung Geräuschkulisse zeigte zwei Motorräder mit ihren Fahrern am Boden. Grund war eine Schreckbremsung des vorderen Bikers, welches der Hintermann winkend übersah. Grund genug für uns, die Aufmerksamkeit und die Abstände nochmals zu überdenken.

Nächster Halt war ein Geisterdorf…alles verlassen, verfallen und der Natur überlassen.

Der weitere Verlauf des Tages brachte Kurven, Kurven, noch mehr Kurven und noch einen weiteren kleinen Schreckmoment…mein Tankrucksack löste sich während der Fahrt und trotz aller Akrobatik konnte ich ihn nicht mehr festhalten…so küsste dieser den Asphalt….alle Utensilien, inklusive Kamera haben das Abenteuer unbeschadet überstanden.

Italien – Tag 7

Costa Rei (300km)

Heute morgen begrüsst uns die Sonne zum Frühstück. Efisio der nette Kellner erklärte uns die nagelneue Kaffee-Maschine, die aber den Cappuccino eher ausspuckte und grosszügig verteilte….Nachjustierung ist angesagt. Die 7-Minuten Eier waren auch eher noch roh, aber morgen kriegen wir das in den Griff.

Die heutige Tour führte uns an die Costa Rei im Südosten von Sardinien. Generell stellten wir folgendes fest; Die Westküste ist schroffer, steiniger und rauer, wogegen die Ostküste sehr schöne Sandstrände und türkisblaues Wasser bietet.

Villaggio Mandorli…Strand aus der Ferne
Feierabendbier am Strand….

Italien – Tag 6

Bosa – Torre di Bari (225km)

27.04.2023

Der heutige Tag stand unter dem Moto „von West nach Ost“. Wir verliessen die Westseite und fuhren quer über die Insel, in die Nähe von Arbatax. Unser Hotel soll direkt am Meer liegen, was den Packstress um einiges linderte.

Kurvenreiche Streckenabschnitte wechselten sich ab mit langen Geraden. Beim Strassenbelag fanden wir alles zwischen perfekt, löchrig sandig und gesplittet.

Uns ist aufgefallen, dass wenige Dörfer in der Ebene, aber umsomehr in den Hang gebaut wurden. Sieht toll aus…ist wohl extra für die Touristen so gemacht.

Mein Navi zeigte noch 2km Restweite bis zum Hotel an, aber wir befanden uns noch mitten in hügeligem Gelände. Da war noch nichts von Meer zu sehen…und plötzlich aus dem Nichts war es da.

Das Hotel ist ein Schmuckstück mit grosszügigen Zimmern. Das Feierabendbier kam prompt und das anschliessende Nachtessen war excellent. Wir freuen uns auf die nächsten Tage!!!

Hotel Domus de Janas