Ligurien (Tag 4)

Dienstag, 22. September 2026

Holprige Angelegenheit (140km)

Die heutige Tour war ursprünglich mit 277 km geplant. Nach dem gestrigen Tag war klar, dass wir das nie schaffen werden…Umplanung und schwupp di wupp waren es nur noch 140 km.

Diese mussten sich aber verdient werden…heute wurden die niedrigen Gänge und das Fahrwerk gefordert.

Los ging es um neun Uhr und schon nach wenigen Kilometern kam von Schorsch das Zeichen zur Wende…die geplante Strasse war gesperrt.

Neue Strasse neues Glück…jedoch nur kurzzeitig, denn vor uns befand sich ein kleiner Lastwagen. Dieser wollte ebenso wie wir links abbiegen, blieb dann stehen, legte den Rückwärtsgang ein und kam uns entgegen. Grosse Augen auf unserer Seite…Wir überholten den Fiesling und stellten fest, dass die zu befahrende Strasse so schmal war, dass nur ein Fahrzeug Platz hatte…

Die Strecke bot zu Anfang einige Kurven, angenehmer Asphalt…später wurden die Strassen enger dafür nahmen Schlaglöcher, Split und Sand zu. Die Durchschnittsgeschwindigkeit erreichte den Wert einer Fussgängerzone.

Der geplante Kaffeehalt fiel aus…geschlossen wegen Ferien…nun gut, kann passieren. Nebenan befand sich ein Altersheim, wo den Bewohnern gerade etwas ausgeschenkt wurde…mein Vorschlag uns dort anzuschliessen wurde mit Augenverdrehen verworfen. Ich bin jetzt noch der Meinung, dass sie sicher noch 8 Schnabeltassen für uns gehabt hätten.

Mit etwas Geduld kamen wir in Badalucco doch noch zur verdienten Pause.

Weiter ging die Fahrt zum Mittagshalt nach Triora, ebenfalls wie Badalucco ein Ort, das mit dem Prädikat „I Borghi più belli d’Italia“ ausgezeichnet wurde (Die schönsten Dörfer Italiens).

Beim kurzen Gang durch den Ort fiel auf, dass sich alles um das thema Hexen drehte. Grund dafür ist ein historisches Ereignis aus dem späten 16. Jahrhundert. Da wurde Triora Schauplatz eines der grössten Hexenprozesse Italiens.

Kurvig und eng ging es zurück zum Hotel. Die Gegend bot aber iimmer wieder eine grossartige Kulisse für Bergdörfer.

Das Stiefelbier wurde heute am Strand kredenzt…offenbar sahen wir ziemlich ausgemergelt aus, denn der Barkeeper versorgte uns mit drei Platten Appetithäppchen…

P.S. ja, vor dem Stiefelbier mussten wir noch die Meerestemperatur erkunden…herrlich!!!

Hallo, ich freue mich etwas von dir zu hören