Ligurien (Tag 6)

Donnerstag, 24. September 2026

Richtung San Remo (171km)

Die letzte Tour in Ligurien, ein letztes Bad im Meer und morgen ein letzter Sonnenaufgang vom Bett aus verfolgen. Eindeutige Zeichen, dass unsere Motorradferien bald zu Ende gehen.

Aber heute besuchten wir als erstes San Remo. Durch den morgendlichen Verkehrswahnsinn schlängelten wir uns nach Westen. Wir kennen und sehen viel, aber die Rollerfahren hier, schlagen alles. Sie fahren wie die Henker, Verkehrsschilder, Sicherheitslinien, Gegenverkehr…das alles interessiert sie nicht, Hauptsache schnell vorankommen. Genauso wie die Fahrradfahrer bei uns.

Wenn alle mitspielen, geht die Rechnung auf, aber heute sahen wir auch das Gegenteil, Rollerfahrer vs. Auto…die Sache ging zu Ungunsten des Rollerfahrers aus.

In der Stadt San Remo fielen uns wieder die vielen Roller auf.  Alle Parkplätze in der Stadt waren voll belegt.

Ein kurzer Kaffeehalt und ein paar Fotos später ging die Reise wieder in die Berge.

Die Anfahrt zur Mittagspause gestaltete sich kurzzeitig zu einem Abenteuer. Navi, Google Maps und Strassenschilder passten einfach nicht überein. Nachdem wir in einer engen Passage einem Fahrzeug den Vortritt liessen, bog Schorsch unvermittelt links ab. Den Weg den er nahm, war seeehr steil und eng…todesmutig fuhr ich hinten nach und wurde mit einer engsten Kurve konfrontiert…unten angekommen warteten wir auf den Rest der Truppe…Fehlanzeige…Schorsch zurück und ich weiter bis zur Hauptstrasse…dort trafen wir uns alle wieder. Nach längerem streicheln des Smartphones klärte sich der Weg zum Restaurant nach Isolabona.

Übrigens…die Weltbeste Sozia (WbS) entpuppte sich auch als nützliche Hilfe beim reservieren von Lokalitäten oder anderen sprachlichen Barrieren. Der italienischen Sprache mächtig, löste sie elegant vorhandene Wünsche und Unklarheiten.

Gegen 16 Uhr waren wir zurück, Motorradklamotten gegen Badekleider getauscht und subito an die Strandbar. Auch heute gab es wieder Apèrohäppchen zu Hauf…Strassen instandhalten können die Italiener nicht, aber das Kulinarische haben sie im Griff…

Unseren Schlummertrunk nahmen wir immer im benachbarten Hotel. Ein älterer Herr mit aussergewöhnlichen Gastgeberqualitäten servierte uns den Averna (Kräuterlikör). Doch vor zwei Tagen war die Flasche leer…er erklärte uns, dass die neue Lieferung leider noch nicht eingetroffen sei. Naja…gestern war immer noch kein Averna vorhanden. Diesmal versprach er uns, sich persönlich darum zu kümmern. Siehe da, heute wusste schon der Kellner, dass die Motorradtruppe Averna säuft…stolz und mit italienischer Gestik, vermittelte er uns dass der Nachschub eingetroffen war…Na denn Prost!!!

Hallo, ich freue mich etwas von dir zu hören