Deutschland Tour (Tag 3)

Dienstag, 07. Juli

Ulm – Bamberg (300 km)

Nach so vielen Informationen am gestrigen Tag, war heute „verarbeiten“ angesagt. Dies geschieht am Besten mit einem Fahrtag.

Etwas nach neun Uhr waren wir startklar. Aus Ulm heraus folgten einige Dörfer die immer spärlicher wurden und dem Ackerbau Platz machten.

Eigentlich eine schöne Fahrt, wären da nicht die dauerenden Umleitungen gewesen. Es scheint, ob einfach zuviel Geld vorhanden ist und alle Strassen saniert werden können. Für einen Lokalen mag es klar sein, welches Dorf gerade nicht passierbar ist und wie umfahren werden muss. Für uns war es oft zu spät oder gar nicht ersichtlich und die Umleitungssignalisationen sorgten mehr für Stirnrunzeln als Klarheit.

Navi sei dank… unseren ersten Haltepunkt fanden wir trotzdem…die Mainschleife in Volkach.

In Bamberg durften wir das Motorrad vor dem Hotel abstellen und mussten keinen öffentlichen Parkplatz suchen.

Eine kleine  Erfrischungsdusche und ab in die Stadt. Einem bayrischen Nachtessen konnten wir nicht widerstehen und mit dem anschliessenden Bummel durch die malerische Altstadt beendeten wir den Tag.

Deutschland Tour (Tag 2)

Montag, 6. Juli 2026

Ulm

Punkt zehn Uhr startete die Stadtführung vor dem Münster von Ulm.

In unterhaltsamen 90 Minuten vermittelte die Stadtführerin Geschichte, Wissenswertes und Anekdoten zur Stadt. Zum Beispiel, dass Ulm und Neu-Ulm eine Doppelstadt bilden, aber in unterschiedlichen Bundländern liegen. Ulm gehört zu Baden-Württemberg, Neu- Ulm hingegen liegt in Bayern. Die Donau bildet die Grenze der beiden Bundesländer.

So wollte man ein altes Patrizierhaus sanieren, fand aber eine solch marode Bausubstanz, dass man einen Neubau vorzog. Der Neubau wurde mit den gleichen Backsteinen wie das Patrizierhaus verkleidet.

Das Schwörhaus – Die jeweils gewählten Bürgermeister mussten dem Volk von einem Balkon schwören, dass sie sich immer für ihr Wohl einsetzen werden.

Schiefes Haus – Das Fischerhaus wurde 1443 erbaut. Die weite Vorkragung drückte das Haus immer tiefer in das Bachbett. Mit einem Betonfundament wurde das Haus stabilisiert und 1997 zum schiefsten Hotel der Welt ins Guiness Buch aufgenommen.

Rathaus – Das Rathaus ist ein farbenfrohes Gebäude mit Bildern von Patriziern. Im Innern findet man ein Holzmodel der Stadt. Aussergewöhnlich ist, dass sich im Gebäude ein Restaurant eingemietet hat.

Berblinger – Ludwig Berblinger, ein Schneider, versuchte 1811 mit selbsgebastelten Flügeln einen Flug und stürzte dabei in die Donau. An dem Startort steht heute zu seinen Ehren eine Aussichtsplattform.

Münster – Der Kirchturm des Münsters war bis vor wenigen Monaten mit 161.53m der höchste Kirchturm der Welt. Nach 135 Jahren gab das Münster den Titel ab an die Sagrada Familia.

Zur Zeit finden im Innern des Münsters Bauarbeiten statt, die voraussichtlich rund 7 Jahre dauern werden.

Wichtige Ulmer – Albert Einstein und der Spatz

Als die Ulmer 1377 begannen, ihr Münster mit dem höchsten Turm im Land zu bauen, trug sich folgende Begebenheit zu: Für das Baugerüst waren die längsten und kräftigsten Stämme in den Wäldern gefällt worden und vor das Stadttor geschafft. Dort aber merkte man, dass das Tor viel zu eng war, um die Stämme hindurch zu bringen.

Die klugen Ulmer beratschlagten und hätten gar schon das Tor samt dem schönen Turm darauf eingerissen, da zeigte einer von ihnen, der gerade in die Luft geguckt hatte, nach oben und rief: „Ich hab’s!”
Da sahen die Männer einen kleinen Spatz, der ihnen sonst ganz unnütz dünkte, da er nur die Körner auf dem Feld wegfraß, wie er einen langen Halm in seine Nisthöhle schleppte. Aber anstatt quer mit ihm hängen zu bleiben wie die Ulmer mit den Baumstämmen am Stadttor, zog er ihn längs durch das kleine Loch. Da taten die Ulmer ihm nach und konnten ihr Münster doch noch fertig bauen.

Zur Erinnerung an das kluge Tier setzten sie ihm ein goldenes Denkmal hoch oben auf dem First des Münsterdachs. Dort kann man den Spatz von Ulm auch heute noch blinken sehen. Die Ulmer tragen seitdem den Spitznamen „Spatzen”

Sonstige Juwelen der Stadt

ahh…da war noch was….genau das Donaufest findet zur Zeit statt…

Deutschland-Tour (Tag 1)

05. Juli 2026

Wohlen – Ulm (312 km)

Nachdem alles gepackt und Ordnung im Haus war, wurde die Haustüre zugezogen, aufgestiegen, Motor gestartet und in den sonnigen Tag gestartet.

Überraschenderweise hatte es sehr wenig Verkehr und die Temperatur war fahrergerecht.

Mittagspause unter grossen Linden mit angenehmer Brise.

Ein weiteres Fotomotiv kam mit der Burg Hohenzollern. Leider sind die Internetbilder imposanter wie meine….und der Eintrittspreis von € 29 hielt uns davon ab, das Gemäuer genauer anzuschauen.

Beim Schloss Lichtenstein sah die ganze Sache anders aus. Mit dem Rentnerrabatt konnten wir uns den Eintritt leisten🤭.

Für die letzten hundert Kilometer begleiteten uns dunklere Wolken, die jedoch Gnade walten liessen bis wir im Hotel waren. Danach zog ein kurzer aber heftiger Schauer über Ulm.

Nachtessen in einem bayrischen Lokal….es hätte für 6 Personen gereicht.

Deutschland Tour 1

Da ich im letzten Jahr keine Motorradtouren machen konnte, wird alles in diesem Jahr nachgeholt.

Fränkische Schweiz (D), Wald- und Mühleviertel (A) und Ligurien (I) sind Touren, die wir mit Schorsch und seiner „Ride your dream“ Agentur unternehmen.

Die Touren haben wir ausgewählt, da wir die entsprechenden Gegenden noch nicht kennen.

Zudem bietet es die Gelegenheit, weitere bekannte und doch unbekannte Orte und Landschaften etwas genauer anzuschauen.

Wie immer dabei, die weltbeste Sozia. Zusammen sind wir gespannt, was uns erwartet.

Am Sonntagmorgen wird das Stahlross gesattelt, die zwei Zylinder gezündet und getreu unserem Motto „lackierte Seite oben, gummierte Seite unten“ starten wir Richtung Norden.

Teneriffa (Tag 9)

Adios Teneriffa

Der Shuttlebus zum Flughafen holte uns pünktlich beim Hotel ab.

Ein letzter Salut an die zurückgebliebenen Kollegen und los ging die Fahrt. Vorbei an Ortsschildern, welche uns vor einer Woche noch gänzlich unbekannt waren.

Am Flughafen war reichlich Betrieb, doch die Gepäckabgabe und Sicherheitskontrolle gingen zügig voran, so dass wir uns zeitig in der Abflughalle befanden.

Ein wirklich sehr gutes Sandwich mit iberischem Schinken, liess uns beim bezahlen den Atem stocken…(fast nicht möglich, aber teurer als in Zürich)…half uns aber über die erste Wartezeit hinweg.

Ein Blick auf das Flightradar zeigte, dass unser Flieger aus Palma noch nicht gestartet war…und dies sollte sich auch für weitere 3 Stunden nicht ändern.

Ein Gewitter mit Blitzeinschlägen am Flughafen von Las Palmas führte unter anderem zum Ausfall der Stromversorgung. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch das Flugzeug betroffen war, musste die Maschine zuerst überprüft werden….GRMPFL

Nach dem Start ein letzter Blick auf den Teide…Adios Teneriffa.

Teneriffa (Tag 8)

Ruhetag

Heute wurden die Motorradkleider gegen Poolbekleidung getauscht.

Im Liegestuhl liessen wir uns die Sonne auf den Pelz brennen. Das Nichtmotorradfahren hat auch seine angenehmen Seiten.

Am späteren Nachmittag führte uns ein kleiner Spaziergang zum Hotel wo Erich und Maya logieren.

Anschliessend besuchten wir gemeinsam das Zentrum von Puerto Cruz. Apero inklusive schönem Blick gab es in der Rooftop Bar des Hotels Vallemar.

Teneriffa (Tag 7)

Ein letztes Kurvenfeuerwerk (190 km)

Zum Abschluss der Teneriffa-Tour versprach uns Schorsch noch ein Kurvenfeuerwerk.

Zuerst ging es Richtung Teide um ein paar schöne Bilder mit dem Berg zu machen.

Nach der Fotosession, kurvten wir südwärts Richtung Vilaflor.

Die nächsten 70km von Vilaflor nach Güimar waren gespickt mit unzähligen Kurven. Auf dieser Passage gab es praktisch kein einziges gerades Stück Strasse.

Nach der Königsetappe traten wir die Rückfahrt Richtung Hotel an. Die letzten Kurven und Kilometer auf dem Motorrad für das Jahr 2024 wurden noch einmal in vollen Zügen genossen.

Nächster Punkt Motorrad-Rückgabe, Nachtessen und noch ein paar allerletzte Drinks mit der Gruppe. Schorsch fliegt morgen zurück, wir am Sonntag und die Anderen am Mittwoch.

Fazit: Wir haben nun doch schon einige Reisen mitgemacht, aber diese Tour war einfach unschlagbar.

Angefangen beim Hotel, über das Wetter bis zu den Strassenzuständen war alles perfekt. Jeder Tag topte den vorherigen und so reihte sich ein Höhepunkt an den Nächsten.

https://www.relive.cc/view/vKv2gPe3VoO

Teneriffa (Tag 6)

La Gomera (300 km)

Heute verlassen wir Teneriffa und lassen uns per Fähre nach La Gomera bringen.

Aus diesem Grund wurde die Abfahrt auf 07.30 festgelegt, da es doch einige Kilometer bis zur Fähre nach los Cristianos waren.

Pünktlich um 09.30 legte die Fähre ab und rund eine Stunde später fuhren wir schon die ersten Kurven auf La Gomera.

Wieder waren wir vom sehr guten Strassenzustand überrascht und auch diese Insel ist wie für Motorradfahrer gemacht. Flüssige Kurven, kaum Verkehr und immer wieder tolle Aussichten.

Auch heute bewegten sich die Temperaturen im Bereich von 30 Grad. Unsere Heimat hatte derweilen mit dem ersten Wintereinbruch zu kämpfen…

Um 17.30 brachte uns die Fähre wieder nach Teneriffa zurück und die Rückfahrt zum Hotel in der Dunkelheit stand uns bevor.

https://www.relive.cc/view/v4OGepD825q

Teneriffa (Tag 5)

Die Täler im Nordosten (170 km)

Der heutige Tag war dem Nordosten der Insel gewidmet. Zum Aufstehen begrüssten uns ein paar Wolken und ein lauer Wind.

Jedoch schon beim Morgenessen wurden die Regenradar-Apps konsultiert. Voraus gesagt wurde ein Gewitter ab 10 Uhr bis ca. 13 Uhr.

Die erste Etappe nach San Cristobal de la Laguna, ging flott voran. Einzig ein recht böiger Wind zupfte an unseren Kleidern.

Beim Kaffeehalt wurden wieder die Regenprognosen studiert und einige entschieden sich die Regenbekleidung anzuziehen.

Weiter ging es nach el Batan. Enge Strassen führten uns durch einen einzigartigen Wald. Am Ende der Strasse gelangten wir an einen Aussichtspunkt, welcher uns einen Ausblick auf ein tiefes und grünes Tal ermöglichte. Hier wurde früher Flachs angebaut und zu Leinen verarbeitet.

Auf dem gleichen Weg wieder zurück auf die Anhöhe, wo wir die Regenwolken in der Ferne sahen. Ausser ein paar Tropfen wurden wir bis jetzt vom Gewitter verschont. Wer genau hinsah, konnte schon die ersten blauen Flecken am Horizont erkennen.

Der Weg führte uns in ein weiteres Tal, wo wir auf einer Anhöhe Mittagspause machten. Das Essen mussten wir uns aber wirklich verdienen. Es waren orkanartige Sturmböen die so stark waren, dass wir die Motorräder beim Parkieren kaum halten konnten…es bestand akute Umfall-Gefahr. Irgendwie schafften es alle die Fahrzeuge im Windschatten einer Hauswand abzustellen.

Auf demselben Weg ging es wieder zurück bis nach El Bailadero. Von dort kann man auf die Nord- oder Südseite bis zum Meer hinunter fahren.

Wir entschieden uns für die Südseite zur Playa de las Teresitas. Traumhafte Strasse mit Blick aufs Meer und einem fast wolkenlosen Himmel. Dementsprechend stiegen auch die Temperaturen auf angenehme 31 Grad.

Fazit des Tages…Regen-Apps erzählen dir nicht immer die ganze Wahrheit.

https://www.relive.cc/view/vMv8pEXyDNv

Teneriffa (Tag 4)

Masca-Schlucht (180km)

Pünktlich um neun Uhr wurden die Motoren gestartet. Auf dem Tagesprogramm stand die Masca-Schlucht.

Locker schlängelten wir durch den Morgenverkehr Richtung Westen. Der erste Halt erfolgte in Icod de los Vinos. Dort steht ein riesieger Drachenbaum, welcher angeblich 600 Jahre alt sein soll…mit einem Umfang von 6m und einer Höhe von 17m ist er der grösste und älteste Drachenbaum der Welt. Auch die anderen Bäume die dort standen waren ziemlich eindrücklich.

Ein paar Kilometer weiter fuhren wir eine enge und steile Strasse runter zum Meer. Es sollte nicht die Einzige und auch nicht die Letzte für heute gewesen sein.

Auf ein paar Kilometer fuhren wir eine kurvige, abschüssige Straße hinunter zum Meer – aber das war noch lange nicht alles für heute! Es sollten noch ein paar ruckelige, garantiert nicht-für-Schwindelfreie-geeignete Pfade folgen.

Ab jetzt ging es südwärts durch die Berge. Beim nächsten Halt, sahen wir auch schon unser Reisegebiet vom Donnerstag…die Insel La Gomera.

Nun kam die Masca-Schlucht! Noch mehr enge und steile Kurven. Die Gegend ist so beliebt, dass sich die Autofahrer bei der Parkplatzsuche beinahe in anarchische Zustände stürzen! Aber mit unseren Motorrädern konnten wir uns elegant durch das Chaos schlängeln.

Die Belohnung war der Mittagshalt in Guia de Isora, einem beschaulichen Ort am Meer.

Nun ging es langsam zurück nach Puerto de la Cruz. Schorsch hat wirklich alles gegeben und engste Häuserschluchten, steilste Abfahrten und unübersichtliche Kurven ausgesucht.

In letzter Minute reichte es noch für ein Feierabendbier am Pool…Micha ist vorausgestürmt und hat kurz vor dem Schliessen der Poolbar noch genügend Vorrat bestellt. Der heutige Tag wurde wieder intensiv besprochen und analysiert…mindestens so lange bis kein Bier mehr da war.

https://www.relive.cc/view/vPv4dYrKz3v