Teneriffa (Tag 3)

Teide-Runde (180km)

Abgemacht war, dass wir um 3/4 neun zum Motorradhändler gehen. Für alle die nichts mit dieser Zeitangabe anfangen können…es ist die dritte Viertelstunde der neunten Stunde…also 08.45 Uhr.

Offenbar haben es alle verstanden, denn keiner kam zu spät. Wie üblich, musste der ganze Papierkram erledigt werden, doch um 10.30 Uhr sassen alle auf ihren zugewiesenen Motorrädern und los ging es Richtung Teide.

Während wir Höhenmeter um Höhenmeter erklommen, gewöhnten wir uns langsam an die Fahrzeuge. Zusätzlich sanken auch die Umgebungstemperaturen. Auf rund 2200m zeigte das Thermometer bescheidene 11 Grad an. Nichts desto trotz war die Umgebung einfach einmalig. Lavagestein wechslelte sich mit bizarren Felsformationen ab. Für mich ein absoluter visueller Höhepunkt.

Die vielen neuen Eindrücke konnten wir beim Mittagessen ein wenig verdauen.

Als nächstes standen Fahrfotos auf dem Programm. Schorsch hatte eine Stelle ausgekundschaftet, wo das hervorragend zu machen war. Leider hat uns der dicke Nebel einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach einer kurzen Pause wollten wir gerade wieder losfahren, als Erich und Maya zufälligerweise auch auf den Parkplatz fuhren. Ein Wiedersehen, schneller als gedacht….

Rechtzeitig zum Feierabend-Bier waren wir zurück im Hotel und am Pool.

Fazit: Grandiose Landschaft und Superstrassen.

Teneriffa (Tag 2)

Ruhe vor dem Sturm

Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück. Auch Harry war schon auf den Beinen und gesellte sich an unseren Tisch.

Am Pool wurden wir mittels sozialer Medien, stets über den Reisestand unserer fehlenden Gruppenmitglieder informiert.

Plötzlich klingelte mein Telefon und Erich (mein einziger Freund) eröffnete mir, dass er vor unserem Hotel sei. Er und Maya sind zufälligerweise heute angereist und bleiben für zwei Wochen auf der Insel. Nach einem Drink  verabschiedeten wir uns, aber wir werden uns diese Woche sicher noch einmal irgendwo in Teneriffa treffen.

Rund 2 Stundes später trafen Tourguide Schorsch, Christine und Micha ein. Nun ist die Truppe komplett und da wir uns ja alle schon kennen, braucht es auch keine Angewöhnungszeit.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit viel Sonne am Pool.

Teneriffa (Tag 1)

Wohlen – Puerto de la Cruz

Zur unchristlichsten Zeit klingelte der Wecker…04.00 Uhr. Zeit zum Aufstehen…ein neues Abenteuer beginnt.

Wir konnten wieder einmal auf die Hilfe von Daniela zählen, sie chauffierte uns zum Flughafen. Als Gegenleistung führten wir sie gestern Abend zum Nachtessen ins Jägerstübli in Kallern aus…übrigens eine Empfehlung von mir.

Dicker Nebel verlangsamte unsere Fahrt zum Airport ein bisschen, aber das Zeitmanagement kam nicht ins Wanken.

Da wir am Abend schon online eingecheckt hatten, wies uns eine nette Swiss-Dame an einen Self-Check In Automaten um das Gepäck aufzugeben. Nun es hat fast geklappt, aber das Sportgepäck wurde nicht angenommen. Somit mussten wir trotzdem noch an einen Schalter.

Daniela verabschiedet, noch einen Kaffee getrunken und schon ging es los. Aktuelle Temperatur in Teneriffa um 05.30 Uhr…18 Grad…passt.

Abflug pünktlich wie ein schweizer Uhrwerk. Über den Wolken lachte noch ganz scheu die Morgensonne.

Nach gut 4 Stunden war auch schon der Berg Teide in Sicht. Der Teide ist mit 3715 m.ü.M. die höchste Erhebung auf dem spanischen Staatsgebiet.

Der Gepäckempfang gestaltete sich etwas schwierig. Entweder lief der Gepäckzubringer und der Verteiler streikte oder umgekehrt…Nun nach gut 30 Minuten war auch dieses Problem behoben.

Mit dem Bus ging es nach Puerto de la Cruz zu unserem Hotel AluaSoul.

Kurz auspacken und ab an den Pool um die Sonne zu geniessen, was bei 25 Grad eine Freude ist

Nun warten wir auf unsere Motorradkollegen. Einer sollte heute Abend schon eintreffen, die Anderen morgen Mittag.

Teneriffa (Packtag)

Wir verlängern die Motorradsaison und den Sommer noch um eine Woche. Die Idee kam von RookieTours und wurde uns bei der Tour in Korsika schmackhaft gemacht. Bei der Kombination Sonne und Motorradfahren sind wir natürlich immer dabei.

Morgen ist es also soweit, wir fliegen nach Teneriffa. Zu unserem Glück bietet Edelweiss die Möglichkeit, dass neben dem normalen Gepäck zusätzlich noch Sportgepäck zum Nulltarif mitgenommen werden kann.

In meinem gnazen Leben bin ich noch nie mit soviel Gepäck gereist. Ich bin mal gespannt, wie unsere deutschen Kollegen das machen. Wahrscheinlich setzen sie sich mit Motorradkleidung und Helm auf dem Kopf in den Flieger.

Die Lücken im Koffer sind für die Souveniers
Nach dem Dauernebel freuen wir uns auf ein paar zusätzliche Sonnenstunden in diesem Jahr

Korsika / Italien – Tag 36

Bormio – Wohlen (294km)

Samstag 15.6.2024

Gut geruht überprüften wir die Wettervorhersagen beim Frühstück. Im Gegensatz zu den letzten Tagen, waren sich die verschiedenen Stellen heute einig…der Regen wird uns heute nach Hause begleiten.

Die letzte Etappe beinhaltete den Passo di Foscagno, Forcola di Livigno, Berninapass und zum Abschluss den Julierpass. Alle Pässe hatten die gleichen Eigenschaften…kalt, grau und keine Sicht. In der Tat war der Nebel auf dem Passo di Foscagno so dicht, dass sogar die Bergdohlen zu Fuss unterwegs waren.

Der erste Halt in Livigno wurde zum Nachtanken genützt, was bei einem Literpreis von 1.36 durchaus Sinn macht.

Der zweite Stopp brauchten wir zum Aufwärmen. Hierzu wählten wir das Restaurant Gyger in Thusis, das uns schon bekannt war. Dieser Ort war im Herbst 2022 der Startpunkt zu unserer Herbstwanderung über den Splügenpass.

Aufgewärmt und verpflegt nahmen wir die langweilige Autobahnfahrt in Angriff. Beim Walensee hörte es endlich auf zu Regnen und kurz vor Wohlen zeigte sich sogar noch die Sonne.

Zuhause erwartete uns ein Willkommensgruss der Sonderklasse…Das Nachtessen in Form einer deftigen Suppe war schon vorbereitet, Zutaten für Prosciutto e Melone oder Wurstsalat inklusive Dessert waren im Kühlschrank und sogar Brot und Milch für das Frühstück am Sonntagmorgen waren da…Danke allen, welche uns in irgendeiner Form auf dieser Reise unterstützt haben🤝.

Die nächsten Tage werden genutzt um Kleider, Motorrad und Umgebung wieder in Schuss zu bringen, bevor es am Freitag auf eine weitere Reise geht. Dann aber mit dem Fluss-Schiff auf dem Douro. Als kleine Einstimmung stand dann auch noch eine Flasche Wein aus dem Douro Tal auf dem Esstisch…😀👌

Korsika / Italien – Tag 35

Lüsen – Bormio (263km)

Freitag, 14.6.2024

Nach nur einer Nacht, nahmen wir Abschied vom Herolerhof…wir wären gerne noch geblieben.

Von Lüsen quälten wir uns durch dichten Verkehr nach Bozen. Da die Internet-Pässeinformationen für den Gaviapass und das Stilfserjoch wiedersprüchlich waren, nahmen wir die Route Mendelpass, Gampenpass, Umbrail nach Bormio.

Der Umbrailpass hatte es wirklich in sich…mit 4 Grad, windigen Böen und einigen Schneewänden zeigte er sich von der garstigen Seite.

In Bormio hatten wir einen Termin bei Moto Bobo, denn die GS brauchte neue Reifen. Ein älterer Einzelkämpfer, der wohl alles und jedes reparieren kann, erledigte dies Bestens.

In der Zwischenzeit bummelten wir kurz durch Bormio und blieben prompt in einer Salumeria hängen…Letzter Tag und noch ein wenig Luft in den Koffern…das musste ausgenützt werden. Fleisch und Käse wechselten den Besitzer und füllen nun den restlichen Platz aus.

Nach 1 1/2 Stunden hatte ich neue Reifen und Bobo ein Paar Euronen mehr.

Im Alpen Chalet, unserem heutigen Hotel, schlafen wir auf Stroh…nein nicht wirklich, das Bett steht auf einem Podest welches mit Stroh gefüllt ist und mit Glasscheiben abgedeckt ist…nette Idee.

Nun ruhen wir uns zum letzten Mal auf unserer Reise aus, um morgen fit für die letzten Kilometer zu sein.

Nachtrag zu der netten Strohidee…wenn man nachts einmal aufstehen muss, was bei älteren Männern durchaus der Fall sein kann und nicht mehr ans Podest denkt, könnte es sein dass man verunfallt ohne auf dem Motorrad zu sitzen….

Korsika / Italien – Tag 34

Jenig – Lüsen (210km)

Donnerstag, 13.6.2024

Die Reise neigt sich langsam den Ende zu. Wir nahmen Abschied von der Familie Presslauer. Wie könnte es anders sein…Regen begleitete uns die ersten Kilometer. In Kötschach-Mauten bogen wir ab ins Lesachtal. Es fiel uns auf, dass im Moment sehr viele Bauarbeiten stattfinden, daher pendelten wir von Baustelle zu Baustelle und Ampel zu Ampel. Der Vorteil des Motorradfahrers ist, dass er alle überholen kann und sich ganz vorne an der Ampel platziern kann…sehr zum Leidwesen einiger Autofahrer aus dem grossen Kanton.

Gerade, noch vor erreichen von Innichen, was sahen wir??? Fantastische Farben am Horizont. Schaut mal, hinten rechts, ein zartes blau durch die Wolken schimmernd. Ein Lächeln kann man sich da doch einfach nicht verkneifen.

Innichen bot sich an, für einen Kaffeehalt. Ein kurzer Gang durch das Dörfchen brachte einige gute Ansichten.

Langsam kamen auch die Berge der Dolomiten wieder zum Vorschein. Wir vermieden die bekannten Pässe und fuhren via St. Vigil, St. Martin im Thurn in Richtung Brixen. Mit dem Furkeljoch, dem Würzjoch und dem Kofeljoch bin ich Pässe gefahren, die ich noch gar nicht kannte. Jede Serpentine stellte die Gipfel in ein neues Licht…einfach grandios.

In Lüsen eingetroffen, zeigte das Navi noch eine Reststrecke von 7km bis zum Hotel an.

Da fährt man den Berg hoch, sieht auf Brixen runter und denkt sich „da kommt nichts mehr“…

…und dann siehst du ein weiteres Juwel…der Herolerhof.

Korsika / Italien – Tag 33

Regenprogramm (80km)

Mittwoch, 12.6.2024

Nichts Neues im Osten…anhaltender Regen begleitet uns auch heute. Als Alternativprogramm stand das Schaubergwerk Bad Bleiberg auf dem Programm.

Vor der Führung im Bergwerk stand allerdings noch ein Besuch im Museum Terra Humoristika an, welches im Bergwerk eingegliedert ist. Auf Skizzen und Fotos wurden humoristische Gestalten und fröhliche Gesellschaften bei heiteren Situation abgebildet und mit etwas Würze versehen. Verschiedene Künstler haben dann diese Szenen in Ton geformt, gebrannt und gemalt. Eine sehr lustige und amüsante Ausstellung.

Dann wurden wir zur Bergwerksführung aufgerufen. Spezielle Kleider wurden verteilt, ein Helm war auch dabei und schon ging es los…

Mit der 68 m langen Bergmannsrutsche gelangten wir ins Berginnere. Danach folgte ein Rundgang, wo in 14 Stationen die Arbeitswelt des Bergmannes von einst bis zur modernen Abbaumethode vermittelt wurde.


Eine Fahrt mit der Grubenbahn brachte uns zum 49 Meter langen Schachtaufzug, welcher uns wieder ans Tageslicht beförderte.

Kärnten, deine Berge haben wir nicht wirklich gesehen, die geplanten Motorradtouren fielen buchstäblich ins Wasser, aber das Berghotel Presslauer hat alles wett gemacht.  In Punkto Gästebetreuung, Freundlichkeit und Essen stehen sie ebenfalls zuoberst auf unserer Bewertungsliste.

Korsika / Italien – Tag 32

Drei-Länder-Tour (222km)

Dienstag, 11.6.2014

hmm…in welche Richtung sollen wir fahren, damit wir vom Regen verschont bleiben???

Wir entschieden uns für den Süden und die Drei-Länder-Tour. Über den Nassfeldpass erreichten wir Italien. Ab Chiusaforte führte die Route ostwärts via Sella Nevea zum Lago del Predil.

Nun folgte die Entscheidung, weiterfahren oder zum Hotel zurück kehren. Mein fachmännischer Kennerblick erkannte keinen Regen und so ging die Reise weiter ostwärts über den Virsic Pass nach Slowenien und da nach Kranjska Gora.

Meine Wettervorhersage glich etwa der von SRF Meteo…nichts hat gestimmt…ich könnte wohl prüfungsfrei beim Meteo-Bucheli anfangen.

Der Virsic Pass bei Regen ist der Liebling der Motorradfahrer. Enge Strassen, noch engere Serpentinen, Radfahrer und Wohnmobile. Auf der Nordseite sind zudem alle Serpentinen mit Pflastersteinen versehen…

Auf Fotohalte wurde aus nassen Gründen verzichtet.

Trotzdem gab es ein Highlight…tanken für € 1.42, dass hatten wir seit Jahren nicht mehr.

Da das Thermometer heute kaum über 10 Grad hüpfte benutzten wir die Sauna um die klammen Körperteile wieder auf Temperatur zu bringen.

Im Hotel haben wir dann noch die Weisheit des Tages gesehen

https://www.relive.cc/view/vPv4VKdGyR6