Heute besuchten wir die Stadt Lucca. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist die komplett und gut erhaltene Stadtmauer aus der Renaissance.
Lucca mit der Stadtmauer und dem Aphitheater in der MitteStadtmauer, die komplett……begehbar ist
Bei einer Stadtführung erfuhren wir unter anderem, dass die Komponisten Puccini (Opern😳😳😳😳) und Boccherini. (https://youtu.be/kSE15tLBdso) aus Lucca stammten.
Giacomo PucciniLuigi BoccheriniEingangstor und……und schon die……erste KircheSan Michele in Foro……und sofort ein Selfieschöne und……gepflegte……Gassen……und schon die……nächste Kirche……mit Kunstwerk…und alte Villen
Die ehemaligen Ränge des Amphitheaters wurden zu Wohnraum umgebaut. Früher wurden hier Gladiatorenkämpfe und Exekutionen durchgeführt, heute ein einziger Restaurationsbetrieb.
Kannte man schon früher……bepflanzte Dachterrassen
Zu guter Letzt sahen wir noch den Duomo di San Martino. Ein Steinmetz nahm sich die Zeit um die Tätigkeiten pro Monat in Stein festzuhalten.
Duomo di San MartinoMonatiliche Arbeiten……in der unteren Reihealles klar??
Weiter nordwärts Richtung Heimat führte uns die heutige Etappe. Vorbei an S. Giminiano und Siena durch das Chianti-Gebiet bis in die Nähe von Florenz und Pisa. Diese Orte werden wir auf der Reise Italien 2.0 ab September besuchen.
Auf der rund 200km langen Fahrt starteten wir in typisch toskanischer Umgebung, wechselten dann in ein Gebiet das nur von Weizenfeldern bestimmt war und landeten schliesslich in einer Region in der mehrheitlich Reben zu sehen sind.
vorbei an Pienza……Castellina in Chianti……Zypressenwäldern mit vielen……verschiedenen……Eindrücken
Einmal pro Woche braucht man einen Tag der Ruhe. Heute war es soweit. Morgenessen, schwimmen, faulenzen, schwimmen, Apéro und Nachtessen, in etwa so kann die Tagesaktivität umschrieben werden.
Zum Auftakt des Tages gab es aber eine faustdicke Überraschung…dicker Neblel umhüllte die Landschaft…ungewöhnlich für uns…um 10 Uhr war der Spuk vorbei und Cerberus hatte den Kampf gewonnen.
Nebel eher……ungewöhnlich……in dieser JahreszeitBlick vom Liegestuhl ohne……und mit Badenixebest friends……im toskanischen……Abendlicht
Heute besuchten wir die Weinstadt Montepulciano. Von hier stammt der Rotwein Vino Nobile di Montepulciano und nicht etwa der Montepulciano d’Abruzzo. Der Unterschied liegt in der Rebsorte und dem Anbaugebiet.
Die Anfahrt führte vorbei an Rebenflächen, grossen Villen und wohin man auch schaut, man sieht die bekannte toskanische Landschaft.
toskanische Landschaft und..…Montepulciano im Hintergrund
Da der Ort wie üblich an einen Hügel gebaut wurde, gestaltete sich die Besichtigung eher schweisstreibend. In den Gassen drehte sich alles um Wein. Degustationen, Besichtigungen und Verkauf inklusive Gratislieferung…die Vielfalt der Weine war enorm…Wir mussten uns leider zurückhalten da Alkohol, Wärme und Motorradfahren nicht zusammenpassen.
Montepulciano
Gegen Mittag fuhren wir nach Castiglione del Lago am Lago Trasimeno. Mit der gut erhaltenen Stadtmauer und der Burg präsentierte sich der Ort ganz mittelalterlich. In Zentrum dominierte auch hier der Wein.
Casteglione del Lago
Für heute hatten wir genug gesehen, daneben lockte der Hotelpool mit einer willkommenen Abkühlung. Im Liegestuhl beobachteten wir die Schwalben auf der Jagd nach Beute…
Heute verliessen wir Avezzano, welches 4km entfernt vom ehemaligen Fuciner See liegt. Der 155km2 grosse See war ringsum von Bergen eingerahmt und hatte keine natürlichen Abfluss. Dies führte zu erheblichen Pegelschwankungen und Überschwemmungen. Früh schon kam die Idee auf, den See trocken zu legen. Ab 1854 wurde die Planung, unter der Leitung des Schweizers Franz Mayor de Montricher, vorangetrieben. 1862 begannen die Arbeiten für den Kanal und 1870 fand die dritte und letzte Leerung statt. Bis 1875 war das Gebiet trockengelegt und konnte als Kulturland gebraucht werden. Heute ist das Fuciner Becken eine der fruchtbarsten landwirtschaftlichen Gegenden Italiens.
Fuciner Becken (Bild NASA)(Bild Internet)
Durch die Provinz Abruzzen, führte der Weg nach Umbrien. Zwischendurch musste noch getankt werden, wo wir einen redseligen und motorradbegeisterten Garagier/Tankwart trafen. Kurzerhand zeigte er uns seine Schätze in der Garage…BMW GS mit 100’000km bei welcher der Kardan den Geist aufgab. Stolz präsentierte er das defekte Teil und zeigte die Reparatur. Ausserdem standen verschiedene Vespa aus diversen Epochen, sowie ein Smart und ein Porsche 924 rum. Als ich mit grossen Augen dastand, erklärte er, dass er alles reparieren könne…So einen suche ich noch in der Schweiz!!!
Dass Umbrien die Nachbarprovinz von Toskana ist unschwer zu übersehen. Wir tauchten ein in eine ganz andere Gegend. Ebenfalls ist die Nähe zu Rom auch spürbar…hier ist der Geldeinfluss spürbar. Stattliche Häuser und Villen, saubere Strassen und gepflegte Orte.
die Orte Baschi…und AmeliaToskana lässt grüssenschönes Anwesen mit grosszügiger Auffahrt……da sieht man den Besuch schon von Weitem 😀
Unsere neue Unterkunft liegt in Umbrien an der Grenze zur Toskana.
Restaurant……mit……Weitblick……und Sonnenuntergangzum Wohl
Ersters Ziel heute war die Kleinstadt Sulmona, das „Siena der Abruzzen“. Auf kurvigen aber excellenten Fahrbahnen kam endlich wieder Freude beim Kurvenswing auf. Nicht nur bei uns, die Knieschleifer-Fraktion war auch schon in Heerscharen unterwegs.
Barocke und……mittelalteriche GebäudeBrunnen, der vom…Aquädukt gespeist wirdBildhauerkunstDistanzangabe stimmt!
Aber wofür ist Sulmona sonst noch bekannt…Eventuell erinnern sich die Älteren noch an die italienischen Gastarbeiter, welche nach einer Hochzeitsfeier, Netzchen mit Konfetti (zuckerummantelte Mandeln) nach Hause brachten. Genau diese Mandeln werden in zig Variationen in Sulmona hergestellt und in verschiedenen Kreationen angeboten. Laut Wikipedia, soll das englische Königshaus ebenfalls mit diesen Süssigkeiten beliefert worden sein.
In jeder Gasse findet man……Geschäfte die Mandeln……in allen Variationen……verkaufen
Die zweite Station des Tages hatte historischen Hintergrund. Wir besuchten das Castello Caldora in Pacentro. Dieses Bauwerk mit seinen drei Türmen war schon von Weitem sichtbar und gilt als Tor zum Majella Nationalpark. Im Weiteren reichen die Wurzeln (Oma Ciccone) von Madonna ebenfalls zu diesem Ort.
vorbei am…ehemaligen……Dorfwaschplatz……mit Trachtenbildern……und schön restaurierten Häusern ging es bergwärts……zur Burgalle Besitzer der Burg……mit den drei markanten Türmen
Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, die Aussicht vom höchsten Turm zu geniessen…Da die letzten Tage eh durch die Cerberus-Hitze gezeichnet waren, spielten die zusätzlichen Schweisstropfen keine Rolle mehr.
Blick übers Dorf……und in den Majella Nationalpark
Zu guter Letzt fuhren wir über den Passo San Leonardo zurück zum Hotel…und dann subito in den Pool.
Zum Nachtessen fanden wir ein Restaurant welches Arrosticini anbot. Die Spiesschen aus Schaffleisch sind eine Spezialität in den Abruzzen. Was wir gestern nach langer Wartezeit nicht kosten konten, ging heute ohne Wartezeit und grillieren mussten wir auch nicht selber…super…dazu noich ein Italiener, welcher partout nicht italienisch sondern englisch sprechen wollte…dafür aber einen mehr als feinen lokalen Wein empfahl. Perfekter Abend, der für den gestrigen Tag mehr als entschädigte.
Die heutige Rundfahrt beinhaltete Tipp’s von der Rezeption sowie Geheimtipps aus dem Internet.
Schattenspiel
Die Höhle von Stiffe sahen wir uns zuerst an. Eigentlich beinhaltet die Grotte den Fluss, welcher nach seiner unterirdischen Strecke wieder ans Licht kommt. Der Weg führt 600m in die Höhle und man sieht das Wasser aus dem Felsen in die Tiefe sprudeln. Ganz angenehm waren die Temperaturen, die sich das ganze Jahr bei 10 Grad bewegen.
Gut gerüstet für die Höhlenexpedition
Zweite Anlaufstelle war Santo Stefano di Sessanio, mit 1250 m.ü.M. das höchstglegene Dorf in Italien. Mit rund 100 Einwohnern ist es recht dünn besiedelt, aber der Ort hat Investoren gefunden, welche mit der Renovierung von Gebäuden den Tourismus wieder auf die Beine helfen wollen. Im Moment sieht man einige schön restaurierte Häuser, aber in der Mehrzahl ist das ganze Dorf voller Gerüste.
was renoviert……wurde ist……wirklich schön……aber die engen Durchgänge blieben
In den Höhen des Gran Sasso sollten wir den absoluten Geheimtipp besuchen. Es handelte sich um ein Restaurant, welches draussen jede Menge Grillstellen unterhält. Man kauft sich Spiesschen, Würste oder Käse und grilliert diese draussen, mit Sicht auf die Berge. Soweit die Werbung…
Castel del MonteHochebene des Gran Sasso
…als wir auf das Hochplateau kamen, sahen wir schon von Weitem eine Ansammlung von Wohnmobilen, Motorräder und Velofahrern…eigentlich sah es so aus wie das „Isebähnli“ in Trimbach an einem Donnerstag zu Spitzenzeiten. Wir standen also geduldig in der Kolonne um Spiesschen und Getränke zu kaufen…aber nach 30 Minuten und einer Vorwärtsbewegung von 2m haben wir die Reissleine gezogen und sind weitergefahren.
Parkplatz suchen……Fleisch kaufen……Grillieren und geniessen
Der Campo Imperatore lockte mit seinen 2100m. Das Bild hier glich der Schwägalp an einem Sonntag. Hunderte von Fahrzeugen jeglicher Art tummelte sich oben am Parkplatz…Sayonara…nichts für uns…
Anfahrt zum…Campo Imperatore……mit Aussicht
…Letzter Punkt, die beste Gelateria in Italien (Geheimtipp). Diese befindet sich in L’Aquila, welches 2009 von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde. Die Innenstadt ist verkehrsbefreit und die Parkplätze ziemlich weit entfernt…wenn man das Zentrum in Motorradkleidern und bei 35 Grad erkunden will…auch diesen Gehimtipp mussten wir bachab schicken.
Wir verabschiedeten uns vom Meer und fuhren ostwärts Richtung Nationalpark der Abruzzen. Dieser Park spielte eine grosse Rolle für die bedrohten Tierarten Wolf und Braunbär. Leider haben wir weder das Eine noch das Andere Exemplar gesehen.
Schöne Landschaften……Burgen……und Dörfer
Der erste Halt vollzogen wir in Agnone. Dort befindet sich die älteste Glockengiesserei der Welt. Um halb zwölf tranken wir noch etwas Eisgekühltes um festzustellen, dass um 12 Uhr eine Führung durch die Giesserei stattfand. Austrinken, zahlen, navigieren und pünktlich um 12 Uhr nahmen wir an der Führung teil. Wir waren tief beeindruckt von der Arbeit, die es braucht um eine Glocke zu giessen. Die Vorbereitungsarbeiten beanspruchen ca. 3 Monate und das Giessen selber ist in rund 3 Minuten erledigt.
Stufen des Glockenbaus……Giesserei……Stimmen der GlockenMuseum mit…speziellen Glocken..…und Gästen…wir haben uns auch verewigt
Der weitere Weg führte uns durch bewaldetes Gebiet mit schlechten, aber auch sehr guten Strassen. Einmal musste sogar ein Strassenbau-Trupp mit Bagger und LKW weichen, damit wir weiterfahren konnten.
AgnoneAgnoneRoccasicuraAlfedenaBarrea
Unsere neue Bleibe für die nächsten Tage ist zwar modern, mit einigen kleinen Mängeln…doch das grösste Handicap…das Restaurant ist über das Wochenende geschlossen….GRMPFL….💣💥
Die Temperatur um 10 Uhr morgens erreichte schon 31 Grad, so gesehen die ideale Temperatur für einen Strandtag. Im Liegestuhl entschieden die Weltbeste Sozia und ich, dass wir unbedingt Ferien brauchen.
Das gestern geschmiedete Programm wurde kurzerhand gekippt und neu zusammengestellt. Wir werden unsere Reise im Monat August für einen Monat unterbrechen.
Pool……Essen……Bar……und wieder Pool
Dass wir diese Reise überhaupt unternehmen konnten verdanken wir einigen Personen, welche unsere Verpflichtungen in der Schweiz übernahmen. Unser Dank geht an meine Schwester Elisabeth, an Daniela, die Schwester von Barbara und meinen Bruder Stefan. Diese 3 Personen kümmern sich um Haus, Land und Post. Wir danken euch von ganzem Herzen.