Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für die nächsten Tage. Also Karten-, Buch- und Internetstudium am Strand, danach Navi programmieren.
Ein paar Meter……bis zu Meer……und Strand
Zum Tagesschluss noch einmal in unserem „Stammlokal“ fein gespeist und den Sonnenuntergang bei Regen genossen.
Sonnenschein und die Christus-Statue ohne Wolken sichtbar vom Zimmer aus. Beste Voraussetzungen für die nochmalige Fahrt zum Monte San Biagio.
Schon bei der Anfahrt waren auffallend viele Motorräder unterwegs. Grund war ein Motorradtreffen mit Fahrt zum Monte San Biagio. Einige sehr langsam, andere dafür mit Überschall und nicht immer auf ihrer Strassenseite, was zu grossen Augen auf beiden Seiten führte 😳.
Spektakuläre AnfahrtInternet-Bild
Die Statue am frühen Vormittag zu besuchen erwies sich als goldrichtig, denn die Besucherzahl hielt sich in Grenzen. Die 22m hohe Statue die von 1963-1965 erschaffen wurde.
Monte San Biagio……mit der Christus-StatueNein…das ist nicht in Rio de Janeiro
Bei der Weiterfahrt kreuzten uns noch etliche Motorradgruppen…aber nur so lange, bis wir von der Hauptstrasse abbogen und wieder die kleinen Strassen suchten. Diese führten uns zu einem ehemaligen Skigebiet am Lago Laudemio…die Strasse deutete es schon an, dass es schon Jahre nicht mehr genutzt wird…Schade, dass alles verlottert.
Rivello von vorne……und von hintenalle Ziegen kommne angerannt……um die Schweizer zu sehenam Lago Laudemio
Ab hier ging es wieder dem Meer entgegen…mit folgenden Aussichten
Gewitter im Anzug
Bevor wir zurück ins Hotel fuhren, machten wir noch einen kleinen Halt in Maratea.
Ein grösserer Erdrutsch verschüttete die Küstenstrasse um Maratea. Für die heutige Fahrt in den Süden, gab es einen kleinen Umweg durch das Hinterland.
Erster Halt am heutigen Tag war die historische Altstadt von Scalea. Mit ihrer langen Treppe (Scalea) bildet sie einen gelungenen Gegensatz zum modernen Zentrum am Ufer des Tyrrhenischen Meeres.
Neu und……AltNette IdeeRollladen-Halter
Während dem Treppensteigen fragte ich mich ständig, wie wird da gebaut, gezügelt oder Einkäufe transportiert. Die Altstadt besteht NUR aus Treppen und engen Gassen. Die Frage stellten wir einer Einheimischen, welche nur lachte und sagte…mit unseren Händen und Füssen. O.K. geht ja wenn du jung bist…aber was machen die Alten….Antwort..die bleiben einfach im Haus.
Scalea……der Name ist……Programmschöner SitzplatzFarbenprachtund zum Schluss einen kühlen Drink
Weiteres Kulturhighlight war die Stadt Diamante mit ihren Wandmalereien. Gut das hatten wir schon mal in Sardinien, aber es ist immer wieder faszinierend zu sehen, was die Künstler für Ideen an die Fassaden zaubern.
Neben Wandmalereien, hat Diamante auch noch Strände und Buchten
Zufälligerweise entdeckten wir noch eine Waschanlage. Diese sind eher spärlich verteilt und so nützten wir die die Gelegenheit, unseren fahrbaren Untersatz wieder mal zu reinigen.
Dreck runter und sieht……wieder aus wie Neu
Schlussendlich stand der Besuch der Christus Statue in Maratea an. Die Statue befindet sich auf dem Monte San Biagio und ist 21 Meter hoch. Mit einer spektakulären Anfahrt windet man sich den Berg hoch um die tolle Aussicht zu geniessen…doch nicht für uns, denn dichter Nebel hüllte die Bergspitze ein. Morgen versuchen wir es noch einmal.
Monte San Biagio am Nachmittag,,,…Maratea am Abend
Vom Sila-Nationalpark ans Thyrrhenische Meer (293km)
Die Reise ging heute wieder ans Thyrrhenische Meer. Doch zuerst mussten wir das Verpasste des gestrigen Tages nachholen. Inzwischen schlauer als gestern fanden wir die Grotten auf Anhieb 🤭.
Auf dem……Weg zu……den Höhlen
Diese Höhlen stammen aus der prähistorischen Zeit und entwickelten sich vertikal wie ein mehrstöckiges Haus. Später wurden diese durch Bauern bewohnt, welche sich kein Haus leisten konnten.
Nordwärts querten wir den Sila Nationalpark und ein paar Kilometer weiter in den Pollino Nationalpark zu gelangen. Auf der ganzen Fahrt erfreuten wir uns der üppigen Flora.
Das Navi meldete noch 10km bis zum Hotel am Meer…doch wir befanden uns noch inmitten von Wäldern und Bergen. Gewisse Fragen stellten sich uns…welche sich aber nach ein paar Kurven selbst beantworteten, als das Meer sich doch noch zeigte.
wunderschöne……Bergdörfer……in den Hügeln……und plötzlich……das Meer
Die Sonne zeigte sich heute schon beim Aufstehen. Ein guter Tag um ein paar Kurven im Nationalpark mitzunehmen auf dem Weg nach Capo Rizzuto am Meer.
unendliche Weiten……nur Wald…
Die erste Station sollte eine Grotte sein. Der Weg dorthin führte uns quer durch den Nationalpark auf einer engen und sehr kurvenreichen Strecke. Wir peilten den zuvor im Internet recherchierten Standort an und fanden leider keine Grotte…Grübel, grübel und studier…die neue und vertieftere Recherche am Strassenrand ergab eine Abweichung von läppischen 35km. Da wir noch einige Kilometer vor uns hatten, liessen wir die Grotte links liegen und fuhren ans Capo Rizzuto.
Capo Rizzuto ein sehr schöner touristischer Ort. Praktisch von allen Restaurants oder Bars sieht man auf das Castello Aragonese aus dem 16. Jahrhundert.
Castello Aragonese
Beim Tankstopp wanderten unsere Blicke nordwärts, wo dunkelschwarze Wolken auftauchten. Diesmal fuhren wir dem Gewitter hinterher und wurden nicht nass 🤘
Dorf am Bergkammwieder einmal Olivenbäumegute Idee…ausgediente Sägeblätter als Zaununsere Tour ist zu Ende…sie fangen erst anAlessandro unser Gastgeber…e Wältsperson
Zuerst noch einige Worte zu unserer Unterkunft und unserem Gastgeber. Das Hotel liegt im Nationalpark Sila am Lago Ampollino und ist im Sommer ein Ausflugsort für Quad, Bike und Wandertouren. Im Winter hingegen liegt hier bis zu einem Meter Schnee und es wird Skisport betrieben.
Alessandro und sein Bruder Claudio besitzen 20 Quads und bieten entsprechende Touren an. Im Winter errichten sie eine Eisfläche damit die Gäste Schlittschuh laufen können.
Nebenbei sammeln sie Pilze und Kräuter, welche sie trocknen oder in Öl einlegen und verkaufen….die Beiden sind sehr geschäftstüchtig!!!! P.S. Sie würden also auch in die Schweiz liefern 🤭🤗
Alles……hausgemacht
Da der Himmel recht trüb war, entschieden wir uns nur für eine kurze Runde. Die Hauptattraktion heute waren die Giganten von Sila. In diesem uralten Waldgebiet befinden sich mehr als 60 kalabrische Kiefern und Platanen, die im 17. Jahrhundert von der Freiherrenfamilie Mollo gepflanzt wurden. Diese Bäume haben einen Durchmesser von 1m bis 2m und eine Höhe von 45m. Beeindruckende Zeitzeugen…ich hoffe, dass meine kürzlich gepflanzten Bäume ein ebenso stattliches Alter erreichen 🤔.
Als zweite Station stand der Ort San Giovanni in Fiore im Mittelpunkt. Der historische Kern ist sehr gut erhalten, eng und winklig gestaltet.
Das Abendessen, welches von der Mutter zubereitet wird….lecker und viel…Korrektur…seeehr viel. Es will kein Ende nehmen mit Teller und Platten die sie auf den Tisch stellt…..Mehr geht einfach nicht….
schöner Gastraumunser Platz am KaminAntipasto, dann……Primo…Tagliatelle ai funghiSecondo…Scalopine……Dolce…Zitronenkuchen……und Futta…ohne Worte
Gedämpfte Euphorie beim Erwachen…es regnet. Also noch einmal umdrehen und weiterdösen. Nach dem Morgenessen wurde das Motorrad bei trockenen Bedingungen beladen.
Heute gings via Pizzo, nach Catanzaro der Hauptstadt Kalabriens, bis nach Caprara im Sila Nationalpark. Also vom Meer in die Berge.
Blick zurück auf Tropea
Pizzo ist bekannt durch die Eisspezialität Tartufo. Das traditionelle Tartufo wird aus Nuss- sowie Schokoladeneis hergestellt, das mit flüssiger Schokolade gefüllt wird. Vor dem Servieren wird es mit Kakaopulver übertreut, so dass es aussieht wie ein Trüffelpraline. Das Original wird seit den 50er Jahren in der Gelateria Dante in Pizzo von Hand hergestellt. Ehrensache, dass wir diese Spezialität probierten.
Das Original Tartufoeis wird hier von Hand gemacht……so wirds hergestellt……so wirds servierthübsche Geschäfte……mit vielen……Souveniersenge Sache
Die zugenommenen Kalorien wurden beim Fussmarsch zur Piedigrotta-Kirche wieder herausgeschwitzt. Der Legende nach haben Seeleute eines gesunkenen Schiffes eine Kapelle in den Felsen gegraben zum Dank ihrer Rettung. Ab 1880 vergrösserte ein lokaler Künstler die Höhle und füllte die Räume mit weiteren Skulpturen.
Weiter ging die Fahrt nach Catanzaro, natürlich mit einer gesperrten Strasse. Dort wollten wir die Ponte Bisantis sehen. Diese ist 468m lang und überquert mit einem einzigen Bogen die 112m tiefe Schlucht mit dem Fluss Fiumarella. Sie ist immer noch die grösste Bogenbrücke Italiens.
Ab jetzt wurde es wieder „bäumig“, denn wir fuhren in den Sila Nationalpark. Kurvenreich führte uns die Strasse auf rund 1300 m.ü.M
Letzter Tag im Hotel Stromboli und leider etwas wenig Sonne. Gerade richtig um Tropea zu besichtigen.
Schönes Städtchen mit vielen Restaurants, Cafes und Souvenierläden. Zusätzlich haben wir noch einen Uhrmacher gefunden, der mir ein neues Armband mit viel Geschick und Handfertigkeit an die Kontur meiner Uhr anpasste. Ab jetzt bin ich also nicht mehr „zeitlos“
Tropea, ein Städtchen mit……Sandtrand und……türkisblaues Meer…Gemüse und Früchte……in allen Formencoole Menutafelkleine Gratis-Zugabe, wenn man ein Bier bestellt
Unser Aufenthalt haben wir um zwei weitere Tage verlängert. Heute wurde das Internet auf zukünftige Unterkünfte durchforstet, Sehenswürdigkeiten aufgeschrieben und Strecken im Navi programmiert. Nebenbei haben wir uns im Pool äusserlich und mit Drinks innerlich abgekühlt.
Die eolischen Inseln mit dem aktiven Vulkan Stromboli, welche sich im thyrrenischen Meer befinden, waren heute unser Ziel.
die eolischen Inseln
Ab Tropea führte uns die Reise nach Lipari, der grössten Insel, weiter nach Panarea und zum Schluss nach Stromboli. Höhepunkt sollte am Abend die Sicht auf den aktiven Vulkan sein.
Die ganze Reise wurde vom Hotel für uns arrangiert und gebucht… netter Service. An der Busstation wurden wir vom Bus abgeholt, aber Tickets, wie sie der Chauffeur verlangte hatten wir nicht. Trotzdem hat er uns mitgenommen. Am Hafen, die Überraschung…Leute ohne Ende. Der Cahuffeur zeigte uns den Ort an welchem wir die Tickets erhalten sollten…netter Service. Die Dame fragte uns nach der Reservation, welche wir leider nicht hatten…sie bestand darauf, dass wir etwas haben müssten vom Hotel…leider nicht…..sie studierte und fragte ob die email eventuell im Spam-Ordner sei…..ahhh guckst du da…netter Service.
Zwei Schiffe fuhren ab Tropea dieselbe Route…zweimal 400 Personen. Alle spurteten zur obersten Etage, wo die besten Plätze waren. Bis das Schiff ablegte dauerte es aber noch eine halbe Stunde. Genug Zeit um die älteren Herrschaften in der obersten Etage weich zu garen. Reumütig kamen sie nach unten und suchten verzweifelt Platz.
Zur Insel Lipari dauerte die Fahrt 2,5 Stunden. Das Tempo war recht zügig, was schlussendlich die Frisuren der Damen auf dem Oberdeck ruinierte, so dass auch sie den Weg auf das Unterdeck fanden.
Blick auf Lipari……und seinen Hafen…schöneres Schiff als unseres
Während dem Aufenthalt in Lipari konnte man sich verpflegen, oder eine weitere Stunde mit dem Schiff um die Insel Vulcano unternehmen.
Küstenbilder von LipariVulcano mit seinen Schwefelgasen
Panarea noch kleiner als Lipari, doch wir speisten im Restaurant „el Geco“ ganz alleine, hervorragend und mit einem Service der seinesgleichen sucht…gut die Höhe der Rechnung hätte auch vom Hotel Dolder sein können…was solls…
Hafen von Panarea und…eines der kleinen Ausflugsboote
Schlussendlich war Stromboli die letzte Destination…Der Vulkan bricht alle 15-20 Minuten aus. Je nachdem wie gross die Eruption ist, sieht man noch einen Lavastrom. Der aufgehende Vollmond bot den perfekten Rahmen für das Spektakel. Tatsächlich sahen wir drei kleinere Ausbrüche die mit frenetischen Ahhhh und Ohhs begleitet wurden.
Stromboli in SichtVulkangestein am Strand……welches von hier oben kam
Ein Foto hab ich auch noch gemacht…wohl das lausigste, aber halt auch das einzigste…
Abfahrt zum……Höhepunkt mit……VollmondEruption bei Mondlicht