Korsika / Italien – Tag 11

Waschtag (0km)

Dienstag, 21.5.2024

Wetterupdate…Da für heute ganztägig Regen vorausgesagt wurde, beschlossen wir, den Waschtag vorzuziehen. Die Sonne weckte uns frühmorgens…von Regen aber keine Spur.

Nun ist ein Plan erstmal gefasst, wird auch nicht davon abgewichen. Nach dem Frühstück, Waschsack vorbereiten und ab in den Waschsalon.

2 Stunden später, alles sauber und trocken.

Da der Tag noch jung war, ab aufs Motorrad und Portovenere von der Landseite kennenlernen.

Am späten Nachmittag, Socialmedia Kontakte pflegen, Fotos speichern und unser Agriturismo etwas genauer anschauen.

Korsika / Italien – Tag 10

Bootstour entlang der Cinque Terre (0km)

Montag, 20.5.2024

Der erste Blick heute morgen galt dem Wetter. Für die ganze Woche ist mässiges bis schlechtes Wetter vorausgesagt. Aber heute morgen schien die Sonne. Gute Voraussetzungen für unseren ganztägigen Bootstrip entlang der Cinque Terre.

Gegen 10 Uhr trafen wir Massimo, der uns mit einem neuen Boot abholte. Mit uns noch ein älteres amerikanisches Ehepaar, zwei Jungs aus Nürnberg und eine Dame aus Argentinien.

Kurz darauf verliessen wir den Hafen von La Spezia und cruisten Richtung Portovenere.

Markanter Punkt in Portovenere ist der Fels und die Kirche San Pietro und die Grotte Lord Byron.

Da alle Getränke an Bord gratis waren, wurde schon bald die erste Flasche Prosecco geöffnet. Die deutschen Jungs wollten lieber Bier…Massimo hatte sogar deutsches Dosenbier!!! Das schmeckte den jungen Ariern nicht wirklich…und als ich fragte was falsch sei mit diesem Gerstensaft, antworteten sie…das ist Obdachlosen-Bier!!

Entlang der Küste sahen wir farbenprächtige Felsen, steile Rebhänge und kristallklares Wasser.

Bevor wir nach Vernazza kamen, hielten wir in einer Bucht für diejenigen die schwimmen wollten…Brrrr…zu kalt, keiner hatte Lust. Also gab es weiter Prosecco und zusätzlich noch Focaccia mit Pesto und Salami. Es schwammen jede Menge Fische um unser Boot und warteten auf einen Leckerbissen.

In einer Bucht bei Riomaggiore wartete bereits ein weiteres Boot von Massimo auf uns. Es war grösser und hatte eine Küche an Bord, auf dem unser Lunch zubereitet wurde. Insalata Caprese, Bruschetta und Penne mit Pestosauce…hat alles gut geschmeckt, aber das Geschaukel verdarb der Weltbesten Sozia den Appetit🤢.

Nach dem Essen gingen dann mehr oder weniger alle jungen amerikanischen Gäste des anderen Bootes ins Wasser…Bin mir nicht sicher ob sie aus Freude oder wegen dem kalten Wasser kreischten.

Nach der Pause fuhren wir gemächlich zurück. Der Wind frischte auf und der Horizont verdunkelte sich allmählich.

Aber wir blieben trocken…alles in allem eine stimmige Sache. Bei Sonnenschein wäre es perfekt gewesen.

Korsika / Italien – Tag 9

Pisa – La Spezia (184km)

Sonntag, 19.5.2024

Zeit eigene Wege zu gehen und unsere Italien-Tour fortzusetzen. Nach dem Frühstück kam das grosse Abschiedszeremoniell. Aber wir hatten keine Zeit um Tränen zu vergiessen, denn unsere Schweizer Kollegen Michaela und Urs warteten schon auf uns. Die beiden zieht es zurück in die Schweiz und wir werden sie ein Stück durch die Cinque Terre begleiten.

Gewisse Faktoren hindern den Verkehrsfluss drastisch…1. Sonntag….2. Feiertag (Pfingsten)…3. schönes Wetter…an ein zügiges Vorwärtskommen war nicht zu denken.

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns in Levanto von den Beiden und gondelten gemütlich zurück nach La Spezia.

Wir suchten und fanden unser Agriturismo La Pietra, checkten ein und freuten uns über den tollen Blick auf La Spezia.

Bis zum Essen fanden wir noch Zeit für einen kleinen Aperitiv.

Da wir nicht noch einmal auf das Motorrad wollten, fiel die Wahl für das Nachtessen auf eine in der Nähe befindliche Osteria. Diese Wahl entpuppte sich als ein echter Knaller. Uriges Lokal mit sehr feinen lokalen Gerichten.

https://www.relive.cc/view/vMv8GZPzwPq

Korsika / Italien – Tag 8

Au revoir Corse – Salve Italia (180km)

Samstag, 18.5.2024

Es hiess Abschied nehmen vom Hotel Marina di Lava. Da die Fähre um 14 Uhr ablegte, starteten wir um 8.30 Uhr und machten uns auf direktem Weg zum Hafen in Bastia.

Mit einem kleinen Kaffeehalt, fuhren wir um 12.30 Uhr zur Ticketkontrolle der Fähre. Diese lief pünktlich ein und legte auch pünktlich ab.

Da die Motorräder zuerst verladen wurde, waren wir auch die ersten an der Bar und hatten noch die freie Wahl an Sandwiches…

Nach rund 3 Stunden, tauchte am Horizont eine weitere Fähre von Moby Lines auf. Es war jene aus Sardinien, welche zur selben Zeit wie wir in Livorno einlaufen sollte. Auf diesem Kahn befanden sich Michaela und Urs, die eine Woche Motorrad-Urlaub auf Sardinien gemacht haben. Schon vor unseren Reisen, verabredeten wir uns zu einem Nachtessen in Pisa.

Ihre Fähre war um einiges schneller und so zogen sie einfach an uns vorbei. Kurz vor Livorno mussten wir fast eine Stunde warten, bevor wir einlaufen durften. Grund…ein Containerschiff lief aus und versperrte den Weg. Irgendwann war auf für uns die Zeit gekommen und wir durften vom Schiff.

Ein paar Kilometer nach Pisa und einchecken im Hotel Bonanno. Kurz duschen, umziehen und dann Nachtessen. Vorher aber noch ein kleiner Kontrollblick auf den Turm…alles gut, er hat immer noch die gleiche Schräglage wie am 20.9.2023.

Dann….dann gab es endlich was zu Essen…italienisch gut…ich hab es vermisst.

Korsika / Italien – Tag 7

Einmal quer duch die Insel (225km)

Der heutige Tag war auch der letzte Tourentag. Die Strecke führte uns über den Col de Granace nach Ghisoni, Vivario, weiter nach Bastelica zum Mittagessen und zurück zum Hotel Marina di Lava in Appietto.

Auf dem Weg zum Col de Granace hatten wir einen übelzeitigen Autofahrer zu überholen. Nicht genug, dass er im Schneckentempo dahin kutschierte, nein er fuhr auch absichtlich auf der linken Fahrspur um uns das Überholen zu erschweren. Dazu kam noch, dass er auch locker auf die linke Seite schwenkte, wenn es dann trotzdem einer von uns versuchte. Trotz derartigen Hindernissen, kamen alle auf der Passhöhe an und bald gesellte sich auch die Gruppe mit Crissie dazu.

Nach diesem kurzen Stopp fuhren wir weiter, denn eine Kofffeinpause drängte sich auf. Ein geeignetes Kaffee fanden wir in Ghisoni. Drei Urner und zwei Berner Motorradfahrer hatten diesen Platz auch noch ausgwählt.

Kurzer Schwatz und los gehts wieder…also es sollte eigentlich losgehen, doch an einem Motorrad fehlte die Luft am Hinterrad. Reifenflickzeug wurde ausgepackt, Bedienungsanleitungen gelesen, viel gute Tipps in die Runde geworfen…das übliche Bikerchaos halt. Nach gut einer halben Stunde war die Sache dann geflickt, der Reifen wieder mit ordentlich Luft versorgt.

Nach soviel Aufregung mussten die Kraftreserven wieder aufgefüllt werden. Georg hatte einen Geheimtipp…das „chez Paul“ in Bastelica.

Doch vorher musste an einer Tankstelle der Reifendruck noch einmal kontrolliert werden. An der Tanksäule stand auch ein Aargauer Motorrad…seine und meine Sozia unterschieden sich aber ganz deutlich…cooler Typ

Nebst dem sehr feinen Essen beeindruckten die beiden Damen im Service. 12 Speisen und Getränke aufgenommen ohne Stift und Papier. Eine viertel Stunde später wurde serviert, keine der bestellten Sachen fehlte.

Es folgte ein gemütliche Fahrt zum Hotel wo alle Motorräder in Reih und Glied aufliniert wurden. Ziel dieser Massnahme ein Gruppenfoto.

Abschliessend stand das letzte Nachtessen auf dem Programm…die Sonne verzog sich hinter dem Horizont und allmählich auch die Teilnehmer auf ihre Zimmer….

Korsika / Italien – Tag 6

Zu der Citadelle von Corte (210km)

Donnerstag, 16.5.2024

Nachtrag zum gestrigen Tag. Nach dem Stiefelbier und vor dem Nachtessen, lud uns Georg ein zu einer Präsentation. Er stellte uns sein neustes Projekt vor…“Noch keine Lust auf Winterschlaf“. Er möchte den Sommer für die Motorradfahrer verlängern und zwar im November in Teneriffa.

Kurz und gut, die weltbeste Sozia (WBS) war begeistert und mich muss man gar nicht erst fragen. Es gibt noch einige Kleinigkeiten zu regeln…aber ich glaube wir werden Teneriffa dieses Jahr noch sehen.

Nun zum heutigen Tag. Ziel war die Zitadelle von Corte. Der Weg dahin führte uns über den Col de Vergio, mit einer Passhöhe von 1470m. Man wird es kaum glauben, aber ich musste die Griffheizung einschalten. Eine Aussentemperatur  von 11 Grad ist nicht gerade das, was man sich im Süden vorstellt.

Danach folgte die atemberaubende Schlucht „Scala di Santa Regina“ Die heutige Strasse, welche in den Berghang gehauen wurde, erstreckt sich über 15km zwischen Ponte Castirla im Osten und Calacuccia im Westen.

Nächster Punkt auf der Tagesordnung war die Zitadelle von Corte. Die Burg entstand 1419 und wurde verschiedentlich umgebaut und umgenutzt.

Vom Parkplatz aus führte ein Weg hoch zur Burg. Einige nahmen die paar Schritte und Höhenmeter in Kauf, andere bewachten die Motorräder.

Zum Mittagessen fuhren wir ins Stadtzentrum von Corte…Motorräder, Autos und Touristen ohne Ende…auch um Parkplätze musste gekämpft werden.

Während die Teller abgeräumt wurden, fing es an zu Regnen… Diejenigen mit wasserdichter Kleidung schauten den anderen zu, wie sie ihre Regenklamotten anzogen und dann anfingen zu schwitzen. Das Spektakel Regen war jedoch nach ein paar Kilometern Geschichte, dafür zog dichter Nebel auf. Auch den liessen wir hinter uns und je näher wir dem Stiefelbier kamen, desto blauer wurde der Himmel. Die Sonne verwöhnte uns bei den „Benzingesprächen“.

Korsika / Italien – Tag 5

Filitosa-Runde (202km)

Mittwoch, 15.5.2024

Unschöne Geräusche störten in der Nacht meinen Schlaf…Regentropfen prasselten auf unseren Sitzplatz vor dem Zimmer. Nun es war noch dunkel und die Hoffnung, dass der Regen aufhört, liess mich friedlich weiterschlafen.

Der erste Blick nach dem Aufstehen, bestätigte meine Vermutung. Jedoch hingen die Wolken bedrohlich tief.

Mit der Devise „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ starteten wir pünktlich um neun Uhr in den Süden von Korsika.

Eine Stunde später dann ein ungeplanter Halt…Regen…dieser zwang einige Kollegen die Regenkleider anzuziehen.

Nach diesem kurzen Unterbruch setzten wir die Reise fort nach Filitosa. Dort befindet sich eine Fundstätte die nachweislich zeigt, dass diese Gegend seit rund 8000 Jahren bewohnt ist. Steinstatuen und andere Fundgegenstände können in Filitosa besichtigt werden.

Der Wettergott hatte langsam ein Einsehen und stellte den Regen ein…und kurz darauf wärmten uns auch schon die ersten Sonnenstrahlen.

Diesen Zeitpunkt nutzten wir aus, um uns am Meer einen kleinen Snack zu gönnen. Danach blieb noch etwas Zeit die Schönheit der Bucht auf Fotos festzuhalten.

Leider kam dann auch die Meldung, dass ein Teilnehmer beim rangieren gestürzt ist und deshalb eine Motorrad Werkstatt aufsuchen musste…Wir integrierten die drei übrig gebliebenen Gruppenmitglieder in unser Team und führten sie wohlbehütet ins Hotel.

Korsika / Italien – Tag 4

Zu den Felsformationen von Calanche (204km)

Dienstag, 14.5.2024

Neuer Tag, neues Glück. Gegen neun Uhr erklärte uns Georg, der Tourguide. kurz die Highlights des Tages. Da wir eh hinter ihm her fahren, gabs keine weiteren Fragen. Motoren wurden gestartet und ab ging es zu den Felsen von Calanche.

Zuerst einige Kilometer der Küste entlang und dann in die Berge. Enge Strassen führten uns durch eine atemberaubende Schlucht.

Nicht nur die Gegend verdiente unsere Aufmerksamkeit, sondern auch die vielen freilaufenden Tiere. Einige eher scheu, andere wiederum tiefenentspannt.

Bald schon war es Zeit für eine Kaffeepause. In Marine de Porto fanden wir ein nettes Restaurant mit schönem Ausblick.

So gestärkt machten wir uns auf die Suche der Calanche Felsen…und siehe da wir fanden sie. Zugegeben es war nicht sehr schwer, denn hunderte von Touristen waren auch dort.

Die Felsen sind wirklich sagenhaft, doch noch verrückter ist der Verkehr. Links und rechts wird wild parkiert, damit man ja keinen Meter laufen muss um ein Foto zu machen, dann die ganzen Motorradfahrer, Wohnmobile und Lastwagen…ein vergnügliches Spektakel wenn man nicht mitten drin ist.

Die Weiterfahrt mit einigen Fotostopps war genau nach meinem Geschmack.

Aber so langsam knurrte auch der Magen. Georg suchte wiederum ein gediegenes Lokal direkt am Meer aus. Das Essen war gut und die Preiskategorie gesalzen.

Korsika / Italien – Tag 3

Bastia – Marina di Lava (263km)

Montag 13.5.2024

Gegen neun Uhr waren alle abfahrbereit. Endziel unserer heutigen Tagesetappe war das Hotel Marina di Lava in Appietto.

Der Start in Bastia gestaltete sich recht zäh, denn auch auf Korsika kennt man den morgendlichen Berufsverkehr. Bald liessen wir die Stadt hinter uns und somit auch den Verkehr. Nordwärts entlang der kurvereichen Küstenstrasse begleiteten uns die Morgensonne und das Meer.

Bei Meria verliessen wir die Ostküste, schlängelten uns auf einem sehr engen Strässchen westwärts auf die andere Seite von Korsika.

Nach so vielen Eindrücken, brauchte es eine kurze Verschnaufpause…auch Twerenbold Reisen hatte die gleiche Idee am gleichen Ort.

Weiter der Küstenstrasse nach süden bis Saint Florent, wo wir die Mittagspause am Meer machten.

Gestärkt zog es uns von der Küstenstrasse wieder in die Berge. Doch plötzlich wurden wir gebremst durch eine Baustelle. Die Arbeiter hatten kein Motorfahrer-Herz und liessen uns nicht weiterfahren. Also retour und eine neue Route suchen. Diese Alternative entpuppte sich als fahrerischer Leckerbissen. Super Belag, breite Strassen mit endlosen Kurven.

Die Restdistanz-Anzeige im Navi schmolz dahin, doch weit und breit kein Meer in Sicht. Kurz vor dem Ziel, dann ein kleiner Aufreger…ein Kollege fehlte…Zurück fahren und suchen hiess die Devise…doch schon  nach einigen Minuten kam er uns entgegen…Das viele Trinken forderte seinen Tribut und duldete keinen Aufschub…für Heiterkeit war gesorgt.

Kurz darauf trafen wir im Strandhotel ein. Ein kühles Bier beendete die heutige Tour.

Korsika / Italien – Tag 2

Trento – Livorno (360km)

Sonntag 12.5.2024

Heute stand die Etappe von Trento nach Livorno an. Unser Ziel war, die Fähre um 16 Uhr nicht zu verpassen. Unser Tourguide Georg plante die Tagestour so, dass wir um ca. 14 Uhr am Hafen sein sollten.

Mit diesen Vorgaben, wurde um 06.30 gefrühstückt und um 07.30 gestartet…also so zu sagen mitten in der Nacht.

Relativ pünktlich wurden die Motoren gestartet. Der erste Teil quer durch die Poebene, rund 200km, legten wir auf der Autobahn zurück…Gähn…Ätz

Danach wurde es aber hügeliger und kurviger. Quer über den Apennin gibt es mehrere ganz tolle Motorradstrecken, welche Kurven ohne Ende bieten.

Apennin, ein „bäumiger“ Gebirgszug

Um 14.30 Uhr fuhren wir in den Hafen von Livorno ein. Es folgte das übliche Prozedere mit Ausweis- und Ticketkontrolle.

Die Überfahrt dauert etwa 4 Stunden, aber die können ziemlich lang sein. Sei es wie es ist, um halb neun waren wir schliesslich in Bastia.

Unser Hotel in Bastia entpuppte sich als kleine Spassbremse…Bier wurde nur aus Goodwill der Rezeptionistin verkauft, da die Bar schon geschlossen war. Trinken durften wir es auch nicht in der Lobby, sondern draussen vor dem Eingang oder im Zimmer. Dies tat aber der guten Stimmung der Teilnehmer keinen Abbruch.